Fußball 07.11.2025

Kreisoberligen – „DiDi“ in Horas gefordert – Gaul-Elf bei Huttengrund

Osthessen (jk) – Endspurt vor der Winterpause: In den Fußball-Kreisoberligen gibt es auch in der kalten Jahreszeit noch einige Derbys, Top-Spiele oder puren Abstiegskampf auf den Sportplätzen zu sehen: In der KOL Mitte kämpfen am Sonntag (14.30 Uhr) der FV Horas und die FSG Dipperz/Dirlos um wichtige Punkte im Keller. Zur gleichen Zeit gastiert Nord-Tabellenführer Großentaft zum Spitzenspiel in Bebra. Bereits am Samstag (14.30 Uhr) steigt ein weiteres Top-Duell in der Süd-Staffel: Dabei reist die SG Bellings/Hohenzell zum Spitzenreiter SG Huttengrund.

Die FSG Dipperz/Dirlos steckt im Abstiegskampf der KOL Mitte. Archivfotos: Natalia Lindt

Bellings/Hohenzell spielt eine starke Runde im Süden – gelingt erneut der Coup gegen Huttengrund?

Großentaft kann im Norden an der Tabellenspitze überwintern. Foto: Christine Görlich

Bellings/Hohenzell muss zum Team der Stunde

Auf die SG Bellings/Hohenzell wartet am Samstag eine echte Herausforderung: Nach Zwei Pleiten konnte das Team um Trainer Luca Gaul vergangenes Wochenende gegen Gundhelm/Hutten erstmals wieder etwas Zählbares einfahren. Doch mit Huttengrund steht nun ein echter Brocken bevor. Seit zehn Spielen ist die SGH ungeschlagen. Letztmals verlor das Team von Spielertrainer Jaron Krapf am 29. August. Der damalige Gegner: Bellings/Hohenzell. „Seit unserem Spiel haben sie sich den Frust von der Seele geschossen – sie werden uns alles abverlangen, gerade defensiv“, erwartet Gaul ein Offensiv-Feuerwerk der SGH: 53 Tore erzielte der Spitzenreiter in 15 Spielen. Im Durchschnitt kassiert Huttengrund nur rund ein Gegentor pro Spiel – Spitzenwerte in der KOL Süd. „Sie haben vorne brutale Qualitäten und die Spieler im Team kennen sich schon seit einigen Jahren. Gerade Jaron passt da noch perfekt rein“, sagt Gaul und attestiert den Hausherren eine blitzsaubere Runde: „Nach den letzten zehn Spielen sind sie für mich die beste Mannschaft der Liga“. Der Coach erwartet, dass sein Team wieder gemeinschaftlich agiert, und möchte das Kollektiv vor dem Top-Spiel stärken. „Wir müssen gut stehen und wollen unser Ding durchziehen, was uns in den letzten Spielen etwas verloren gegangen ist“. Personell sieht es bei Bellings/Hohenzell aber nicht rosig aus. Die Grippewelle zog durch das Team, einige andere fallen etwas länger aus. Gaul selbst versuchte sich wieder im Training, nachdem er vier Wochen verletzungsbedingt pausieren musste. „Wir haben aber einen großen Kader, der die zweite Mannschaft umfasst – es ist ein fließender Übergang“.

Zwei weitere Spiele steigen außerdem noch am Samstag – es ist schließlich Kalter-Markt-Wochenende. Am Sonntag spielt nur die SG Rückers gegen Welkers. Lütter als erster Verfolger von Huttengrund kann schon am Freitag bei Grimmstadt vorlegen.

 

Abstiegskampf pur in Horas

Nach zuvor sechs sieglosen Spielen konnte die FSG Dipperz/Dirlos am vergangenen Wochenende endlich wieder gewinnen: Gegen den direkten Konkurrenten Germania erkämpfte sich das Team von Trainer Timo Hasenauer mit dem 4:1 wichtige Zähler für die Mission Klassenerhalt. Mit dem Gruppenliga-Absteiger aus Horas wartet nun das nächste wichtige Spiel auf die FSG. „Es ist ein genauso richtungsweisendes Spiel wie gegen Germania oder Haimbach“, erklärt Hasenauer und betont: „Wir dürfen das nicht verlieren, sonst stehen wir hinter Horas“. Das Hinspiel konnte Dipperz/Dirlos mit 3:1 gewinnen – wenn auch glücklich, wie sich der Coach erinnert. Am Sonntag erwartet Hasenauer auswärts ein anderes Spiel. „Sie hatten gegen uns ein gutes Hinspiel gespeilt, und haben starke Einzelspieler. Sie sind eine Wundertüte“, kann er sich den Tabellenplatz von Horas nicht erklären: Während Dipperz/Dirlos auf Rang zehn steht, belegt der FVH mit drei Punkten weniger Rang 13. Besonders Thomas Fabrizius steche für den Coach heraus. „Ich kann mir nicht erklären, wieso sie so viele Tore kassieren“, rätselt Hasenauer. Personell müsse er weiterhin auf Henri Stock (Bänderriss) verzichten. „Ansonsten sind so weit alle fit“.

Eine Pflichtaufgabe wartet zur gleichen Zeit auf den Tabellenführer der KOL Mitte, Borussia Fulda: Am Sonntag (14.30 Uhr) reist das Team von Interimstrainer Sejo Kolic zum TSV Pilgerzell. Spitzenreiter gegen Vorletzter – die Stimmung auf beiden Seiten könnte nicht unterschiedlicher sein. Damit aber nicht genug. Schon am Samstag (14.30 Uhr) steigt das Petersberger Gemeindederby zwischen dem RSV und der SG Marbach/Dietershan. Nach der kürzlichen 0:4-Pleite im Top-Duell gegen die Borussen möchte das Team von Stanislav Szilagyi gegen den derzeit Tabellenzwölften eine Reaktion zeigen. Andersrum freut sich Marbach/Dietershan nach zwei spielfreien Wochen durch Absagen endlich wieder auf dem Platz zu stehen.

 

Großentaft will letztes Spiel genießen

Für Blau-Weiß Großentaft war es ein Jahr zum Einrahmen: Aufstieg in die Kreisoberliga Nord, dann direkt die Herbstmeisterschaft, und nun steht am Sonntag (14.30 Uhr) das letzte Spiel des Jahres an. Und das hat es nochmal in sich: Das Team um Spielertrainer Patrick Lesser reist zum Gruppenliga-Absteiger FSG Bebra. Nach der ärgerlichen Pleite bei einer verstärkten Zweitvertretung des Hünfelder SV möchten die Blau-Weißen das Jahr erfolgreich abschließen, und das Topspiel nochmal genießen: „Wir haben uns das Spiel verdient“, sagt Lesser. Auch wenn dem Coach bewusst ist, dass sein Team kein normaler Aufsteiger sei, müsse es Woche für Woche Leistung abrufen – und das gelang. Mit 35 Punkten, aber auch schon zwei Spielen mehr auf dem Buckel als die Konkurrenz, steht „Doft“ derzeit an der Spitze. Druck verspürt der Coach keinen: „Wir sind erfahren genug, um nicht die Hosen voll zu haben“, so Lesser, der den Druck eher bei den Hausherren sehe. Nach dem Abstieg aus der Gruppenliga wolle Bebra wieder um den Aufstieg mitspielen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gehört die FSG mittlerweile auch wieder – mit einer strauchelnden SG Dittlofrod/Körnbach und dem SV Wölf – zu den Verfolgern. Lesser erwartet daher, dass die Gastgeber alles in die Waagschaale werfen. Zumal die FSG beim Hinspiel in Großentaft äußert unglücklich und damals mit etwas Schiedsrichter-Ärger verloren hatte. „Bebra ist eine gute Mannschaft, die den Ball gut laufen lässt. Ich erwarte sie im Heimspiel etwas dominanter“, so Lesser, der anfügt. „Am Mittwoch haben wir gegen ein topbesetztes Hünfeld wenige Chancen zugelassen. Jetzt freuen wir uns auf dieses Spiel“. Personell fehlen weiterhin das erfahrene Verteidigerduo Friedrich Walt und Radomir Vlk.

 

Kreisoberliga Mitte

 

Freitag

18 Uhr

FT Fulda – Reulbach/Brand

 

Samstag

14.30 Uhr

Edelzell/Engelhelms – Hilders/Simmershausen (in Edelzell)

Petersberg – Marbach/Dietershan

 

Sonntag

14.30 Uhr

Pilgerzell – Borussia Fulda

Haimbacher SV – Müs

Germania Fulda – Bachrain

FV Horas – Dipperz/Dirlos

Schlitzerland – Ehrenberg (in Queck)

 

 

Kreisoberliga Süd

 

Freitag

19 Uhr

Grimmstadt – Lütter (in Steinau)

Gundhelm/Hutten- Flieden II (in Gundhelm)

 

Samstag

14.30 Uhr

Rothemann – Lauter

Hosenfeld – Mittelkalbach

Huttengrund – Bellings/Hohenzell (in Eckardroth)

 

Sonntag

14.30 Uhr

Rückers – Welkers

 

 

Kreisoberliga Nord

 

Freitag

19 Uhr

Friedewald/Ausbach – Kiebitzgrund/Rothenkirchen (in Friedewald)

 

Samstag

14.30 Uhr

Gudegrund – Dittlofrod/Körnbach (in Niedergude)

 

Sonntag

12 Uhr

SV Steinbach II – Jossatal

14.30 Uhr

Hünfelder SV II – Hohe Luft – Wertung 3:0

Bebra – Großentaft

Philippsthal – Weiterode

Haunetal – Praforst (in Wehrda)

Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Rotenburg/Lispenhausen (in Rothenkirchen)