Fußball 28.11.2025

Kreisoberliga Süd – SG zerbricht: Hutten trennt sich von Gundhelm

Gundhelm/Hutten (jk) – Schocknachricht im Kreis Schlüchtern: Nach 25 Jahren Emotionen, Leidenschaft und Verbundenheit geht die Spielgemeinschaft zwischen dem FSV Gundhelm und der SG Alemannia Hutten zu Ende. Im Sommer trennt sich Hutten vom langjährigen Partner und möchte zur neuen Saison mit zwei Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Wie es in Gundhelm weitergeht, ist derzeit noch nicht klar, die Verantwortlichen arbeiten jedoch an einer Lösung.

Archivfoto: Christine Görlich.

Am Dienstagabend rief der Club aus Hutten zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung auf. Am Ende stand schließlich die Entscheidung, sich aus der Spielgemeinschaft mit Gundhelm zurückzuziehen. „Es war eine Entscheidung, die reiflich überlegt war, weil die Spielgemeinschaft mittlerweile 25 Jahre existiert. Sowas wirft man nicht von heute auf morgen über den Haufen“, erklärt Vorstandsmitglied Jan Mildner. Zu den Gründen möchte Mildner nicht viel sagen. Beide Vereine hätten aber zu manchen Dingen unterschiedliche Einstellungen und Meinungen vertreten haben. „Es ist eine Entscheidung für die Eigenständigkeit. Wir wollen unseren ehemaligen Partnerverein damit in kein schlechtes Bild stellen“, betont er nochmals.

Am Ende der Saison möchte die SG Alemannia Hutten mit zwei Mannschaften in den Spielbetrieb einsteigen. Im Vorfeld der Entscheidung, die Spielgemeinschaft zu verlassen, gab es keine Gespräche zwischen Vereinsführung und Spielern. „Das gehört sich nicht, mit den Spielern zu sprechen, bevor so eine Entscheidung steht“, findet Mildner. Die Gespräche mit den sportlichen Akteuren werden daher in den nächsten Tagen laufen. In welcher Liga die beiden Mannschaften letztlich starten, ist noch unklar. Sportlich sieht es bei der SG Gundhelm/Hutten derzeit ohnehin nicht besonders rosig aus. Sowohl in der Kreisoberliga Süd als auch in der A-Liga Süd bildet die SG das Schlusslicht. „Wir können davon ausgehen, dass wir absteigen, aber auch, dass wir die Klasse halten können“, erklärt Mildner. Auswirkungen auf die Jugend hat der Austritt nicht. Beide werden weiterhin mit weiteren Clubs weiterhin in der JSG Kinzigtal zusammenarbeiten.

Als die Entscheidung am Dienstagabend fiel, teilte Mildner diese auch Christoph Klüh vom FSV Gundhelm mit. „Die Gründe wollte ich nicht hören“, sagt er wiederum. Seit 25 Jahren bilden beide Vereine die SG. Damals brachte Hutten leidglich zwei Spieler mit. „Wir haben damals überlegt, warum wir das machen. Wir haben aber gedacht, dass es auch mal schlechtere und bessere Jahre im Verein geben wird“, erklärt Klüh. Mittlerweile habe es sich aber geändert und Hutten bringe nun deutlich mehr Spieler in die SG. „Sie haben ein gutes Netzwerk“, so der Gundhelmer, Zwar hätte es sich mit dem neuen Vorstand in Hutten etwas abgezeichnet, dass die Trennung irgendwann kommen werde. Überrascht über die Entscheidung war er dennoch. Bereits seit einigen Jahren stünde Hutten etwas über dem Partner – auch, was die Zuschauerzahlen angeht, waren diese bei der Alemannia immer größer. „Sie hatten eine ‚Wir sind besser als der Rest‘-Mentalität“, ärgert sich Klüh und bedauert den Zerfall der SG: Wie es in Gundhelm sportlich weitergeht, könne er nicht sagen. „Wir haben angefangen, daran zu arbeiten“.