Eröffnet wurde das Forum von den Jagdhornbläsern der Vereinigung, die den gut gefüllten Saal in festliche Stimmung versetzten. Anschließend begrüßte Dr. Mascha Sorg, Geschäftsführerin von Sorg Premium Cars, die Gäste herzlich: „Wir möchten Menschen zusammenbringen, verbinden und inspirieren – und das gelingt an Abenden wie diesem besonders gut.“ Sie dankte ihrem Team für die aufwendige Vorbereitung und die liebevolle Präsentation der Fahrzeuge. Besonders im Fokus standen an diesem Abend die Modelle von Land Rover, die mit robuster Geländetauglichkeit und attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Jägern auf reges Interesse stießen.
Ein besonderes Highlight war ein speziell für die Jagd umgebauter Land Rover, der direkt aus dem Revier ins Autohaus gebracht wurde – mit Dachträger, Seilwinde und Zusatzscheinwerfern. „Wir haben ihn extra nicht geputzt, um zu zeigen, was das Fahrzeug wirklich kann“, scherzte Mascha Sorg, während viele Gäste die Gelegenheit nutzten, selbst am Steuer Platz zu nehmen.
Im Anschluss begrüßte Dr. Rudolf Leinweber, erster Vorsitzender der Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg, die Anwesenden. Er betonte die Bedeutung der Gemeinschaft: „Wichtig ist, dass wir Jäger organisiert sind. Gemessen an dem, was uns entgegenweht, müssen wir stark bleiben.“ Rund 650 Mitglieder zählt die Vereinigung – getragen von Engagement, Leidenschaft und Zusammenhalt. Leinweber dankte allen Helfern, dem Bläsercorps und den vielen Aktiven, die das Vereinsleben lebendig halten.
Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Sandra Hornung, einer der erfahrensten Nachsuchenführerinnen Deutschlands. Unter dem Titel „Was der Anschuss verrät“ nahm sie die Zuhörer mit in die Praxis der Spurensuche. Anhand von 167 dokumentierten Schüssen zeigte sie, wie wichtig eine sorgfältige Beurteilung des Anschusses ist. „Viel Schweiß heißt nicht automatisch: weit ist es nicht. Wenig Schweiß heißt nicht: wir haben nichts. Vorsicht!“, warnte sie mit Nachdruck. Ihre lebendige Art, Fachwissen mit Erfahrung zu verbinden, fesselte das Publikum – und sorgte für manchen Aha-Moment.
Mit Spannung erwartet wurde auch der Vortrag ihres Bruders, Heiko Hornung, Chefredakteur der Jagdzeitschrift „Wild & Hund“. In „Ruhe im Revier – wie macht der Jäger durch falsche Praxis sein Wild unsichtbar?“ sprach er über Verantwortung, Ethik und Achtsamkeit in der Jagd.
„Wir reden oft über Technik und Abschusszahlen – aber am Ende zählt die Ruhe im Revier. Nur wer Rücksicht nimmt, wird auch Wild erleben“, betonte Hornung und mahnte, das Wild durch übermäßige Unruhe oder Technik-Einsatz nicht aus seinen Lebensräumen zu vertreiben.
Bei einem kühlen Bier und vielen Gesprächen über Jagd, Reviererlebnisse und Fahrzeugtechnik klang der Abend in entspannter Atmosphäre aus. Zwischen Geländewagen, Jagdhörnern und Fachsimpeleien wurde deutlich: Das Jagdforum Fulda ist längst mehr als nur ein Fachtreffen – es ist ein Ort, an dem sich Leidenschaft, Wissen und Gemeinschaft jedes Jahr aufs Neue verbinden.
