Lokales FD 28.11.2025

Investition in Eiterfeld: Millionenprojekt stärkt Energieversorger-Rolle

Eiterfeld (pm/pf) – Erdgas wird in Eiterfeld-Reckrod künftig mit Strom verdichtet – ein technischer Meilenstein und ein starkes Signal für die Energiewende. Der Gasnetzbetreiber GASCADE stellt seine Verdichterstation in Eiterfeld auf von Gas- auf Strombetrieb um. Eine Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Damit die großen Energiemengen zuverlässig bereitgestellt werden können, hat die RhönEnergie Gruppe mehr als 13 Millionen Euro in den Ausbau des Umspannwerks in Eiterfeld-Arzell sowie in neue Versorgungsleitungen investiert. Es ist die größte Einzelinvestition des Fuldaer Energieversorgers in ein Energiewende-Projekt in diesem Jahr.

Starke Partner für ein großes Projekt mit dicken Stromkabeln (von links): Thomas Klünder, Betriebsingenieur für die Verdichterstation Reckrod, GASCADE-Geschäftsführer Ulrich Benterbusch, RhönEnergie-Geschäftsführer Martin Heun und Matthias Hahner, Geschäftsführer der RhönEnergie-Netzgesellschaft OsthessenNetz. Fotos: RhönEnergie

Freude über die Sicherstellung der Stromversorgung: Die Verantwortlichen von RhönEnergie Gruppe und GASCADE sowie die Bürgermeister der Region trafen sich im vergrößerten Umspannwerk der RhönEnergie Gruppe in Eiterfeld-Arzell.

Für einen zweistelligen Millionenbetrag schafft die GASCADE eine neue, strombetriebene Verdichterstation. Den Energieanschluss dafür hat die OsthessenNetz geschaffen. Foto: Gascade

„Die Energiewende verlangt von uns, neue, große Dinge anzupacken“, betont Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. „Die Elektrifizierung der Verdichterstation ist ein solches Projekt. Gemeinsam mit GASCADE haben wir hier Zukunft gestaltet – leistungsstark, zuverlässig und klimafreundlich.“

 

Technische Meisterleistung im laufenden Betrieb

Für die Elektrifizierung der Gasverdichtung wurde das Umspannwerk in Arzell – rund drei Kilometer von der Verdichterstation entfernt – umfassend erweitert. RhönEnergie installierte zwei neue Transformatoren mit einer Leistung von jeweils 50 Megavoltampere und verlegte über zwei Trassen 18 Starkstromkabel mit einem Durchmesser von sechs Zentimetern bis zur Station in Reckrod. Trotz der aufwendigen Bauarbeiten blieb die Stromversorgung zu jeder Zeit stabil. „Es war eine Operation am offenen Herzen – und sie ist perfekt gelungen“, sagt Heun. „Es ist keine einzige Sekunde Strom ausgefallen.“ Neben der Versorgung der Verdichterstation kann das erweiterte Umspannwerk künftig auch mehr erneuerbare Energie aus der Region ins Netz aufnehmen. „Unsere Investition stärkt die regionale Infrastruktur und ist zugleich ein Beitrag zu einer nachhaltigen Energiezukunft für die Menschen hier vor Ort“, erläutert Heun.

 

Kooperation als Schlüssel zum Erfolg

Ulrich Benterbusch, Geschäftsführer der GASCADE Gastransport GmbH, dankt der RhönEnergie Gruppe für die enge Zusammenarbeit und die termingerechte Umsetzung: „Das Projekt zeigt, was möglich ist, wenn starke Partner an einem Strang ziehen. Der Standort Reckrod bleibt so ein zentraler Knotenpunkt im deutschen und europäischen Gasnetz.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzt Benterbusch: „Wir werden Erdgas noch länger brauchen, als manche erwarten. Es bleibt für die Industrie ein wichtiger Energieträger – vor allem als Brücke in das Wasserstoffzeitalter. Unsere Erfahrungen aus diesem Projekt geben uns Rückenwind, auch beim Aufbau des künftigen Wasserstoffkernnetzes.“

 

Stärkung der Region

Bei der Inbetriebnahme der erweiterten Stromanbindung überzeugten sich auch die Rathauschefs Jürgen Hahn aus Rasdorf, Andre Stenda aus Hohenroda und Timo Lübeck aus Haunetal vom Fortschritt. Eiterfelds Bürgermeisterin Dana Hauke betonte: „Wir haben größten Respekt vor dieser technisch anspruchsvollen Leistung. Dass hier zwei starke Partner – RhönEnergie und GASCADE – in unsere Region investieren, zeigt: Unsere Region ist ein attraktiver und zukunftsstarker Standort mitten in Deutschland.“