„Die Energiewende verlangt von uns, neue, große Dinge anzupacken“, betont Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. „Die Elektrifizierung der Verdichterstation ist ein solches Projekt. Gemeinsam mit GASCADE haben wir hier Zukunft gestaltet – leistungsstark, zuverlässig und klimafreundlich.“
Technische Meisterleistung im laufenden Betrieb
Für die Elektrifizierung der Gasverdichtung wurde das Umspannwerk in Arzell – rund drei Kilometer von der Verdichterstation entfernt – umfassend erweitert. RhönEnergie installierte zwei neue Transformatoren mit einer Leistung von jeweils 50 Megavoltampere und verlegte über zwei Trassen 18 Starkstromkabel mit einem Durchmesser von sechs Zentimetern bis zur Station in Reckrod. Trotz der aufwendigen Bauarbeiten blieb die Stromversorgung zu jeder Zeit stabil. „Es war eine Operation am offenen Herzen – und sie ist perfekt gelungen“, sagt Heun. „Es ist keine einzige Sekunde Strom ausgefallen.“ Neben der Versorgung der Verdichterstation kann das erweiterte Umspannwerk künftig auch mehr erneuerbare Energie aus der Region ins Netz aufnehmen. „Unsere Investition stärkt die regionale Infrastruktur und ist zugleich ein Beitrag zu einer nachhaltigen Energiezukunft für die Menschen hier vor Ort“, erläutert Heun.
Kooperation als Schlüssel zum Erfolg
Ulrich Benterbusch, Geschäftsführer der GASCADE Gastransport GmbH, dankt der RhönEnergie Gruppe für die enge Zusammenarbeit und die termingerechte Umsetzung: „Das Projekt zeigt, was möglich ist, wenn starke Partner an einem Strang ziehen. Der Standort Reckrod bleibt so ein zentraler Knotenpunkt im deutschen und europäischen Gasnetz.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzt Benterbusch: „Wir werden Erdgas noch länger brauchen, als manche erwarten. Es bleibt für die Industrie ein wichtiger Energieträger – vor allem als Brücke in das Wasserstoffzeitalter. Unsere Erfahrungen aus diesem Projekt geben uns Rückenwind, auch beim Aufbau des künftigen Wasserstoffkernnetzes.“
Stärkung der Region
Bei der Inbetriebnahme der erweiterten Stromanbindung überzeugten sich auch die Rathauschefs Jürgen Hahn aus Rasdorf, Andre Stenda aus Hohenroda und Timo Lübeck aus Haunetal vom Fortschritt. Eiterfelds Bürgermeisterin Dana Hauke betonte: „Wir haben größten Respekt vor dieser technisch anspruchsvollen Leistung. Dass hier zwei starke Partner – RhönEnergie und GASCADE – in unsere Region investieren, zeigt: Unsere Region ist ein attraktiver und zukunftsstarker Standort mitten in Deutschland.“
