Bereits bei der Auftaktveranstaltung „Im Dialog“ Ende Januar im Kulturkeller tauschten sich rund einhundert Teilnehmer offen über Themen wie Tierhaltung, Preisgestaltung und regionale Ernährung aus. „Ich fand es so interessant, dahingehend, dass wir nicht übereinander, sondern miteinander geredet haben“, sagte Christina Krack, die das Bündnis koordiniert, bei der Pressekonferenz. Die Rückmeldungen zeigten, dass sich viele mehr Zeit für Fragen und eigene Beiträge wünschten und das wurde aufgegriffen. Bei der kommenden Veranstaltung wird das Format in Form eines World-Cafés umgesetzt, bei dem an mehreren Thementischen intensive Diskussionen möglich sind. Geplant sind Gespräche über die Verantwortung der Verbraucher, Kaufverhalten und regionale Infrastruktur, über Produktionsbedingungen, Preisgestaltung und bezahlbare Lebensmittel sowie über Zukunftsszenarien und Regionalentwicklung mit Blick auf Fachkräftemangel und Betriebsführung. Weitere Schwerpunkte liegen auf Tierwohl und Tierhaltung sowie auf Pflanzen- und Bodenschutz. Fragen aus der ersten Veranstaltung werden aufgegriffen, neue Themen können vor Ort eingebracht werden.
An den Tischen stehen Fachleute des Bündnisses und des Bauernverbandes zur Verfügung, darunter Vertreter aus ökologischer und konventioneller Landwirtschaft wie zum Beispiel Norbert Werner von einem Biobetrieb, Biolandwirt Werner Hartmann, und Mareike Weißmüller, Geschäftsführerin von Bioland Hessen. Auch neutrale Experten, etwa vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, sind eingebunden. „Wir wirtschaften unterschiedlich, das wollen wir zeigen“, sagte Hermann Bockmühl vom Kreisbauernverband: „Dass so viele mit machen ist top, das ist jetzt nicht unbedingt das tägliche Brot derer, die dort Rede und Antwort stehen. Wir wollen aufeinander zugehen und keine Fronten schaffen.“
Ziel des Abends ist es, gemeinsam Ideen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Ernährungssicherung aus der Region zu entwickeln. „Wir möchten, dass sich alle, unabhängig von der Betriebsform, gehört und repräsentiert fühlen“, betonte Bockmühl. Für weitere Informationen stehen das Bündnis für Klima und Nachhaltigkeit Fulda unter info@bkn-fulda.de sowie der Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld unter info@kbv-fulda.de zur Verfügung.
