Handball 28.11.2025

HSG will zurück in die Spur – Hersfeld gegen Tabellenzweiten

Osthessen (jah) – Ein etwas abgespecktes Wochenende steht für die osthessischen Handballteams vor der Tür: Die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell sind spielfrei, ebenso der TV Hersfeld in der Regionalliga. In den Oberligen geht es dafür aber zur Sache: Die Hersfelder Reserve um Trainerin Ute Berz muss am Samstag (16 Uhr) gegen den Tabellenzweiten HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II bestehen, in der Männer-Oberliga reist Großenlüder/Hainzell zur ESG Gensungen/Felsberg II (Samstag, 17 Uhr). Darüber hinaus will der Hünfelder SV gegen die HSG Twistetal (Samstag, 18.30 Uhr) die ersten Punkte der Saison einfahren.

Jannis Deppe und die HSG Großenlüder/Hainzell wollen zurück in die Erfolgsspur. Archivfoto: Christine Görlich

Frauen

Für die Reserve des TV Hersfeld hängen die Trauben hoch am Wochenende: In der Geistalhalle schlägt am Samstag der Tabellenzweite auf – die HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II reist mit sieben Siegen aus acht Partien in die Festspielstadt. Auch aus diesem Grund bleibt TVH-Trainerin Ute Berz realistisch: „Wir wollen sie solange wie möglich ärgern, uns ein bisschen Mut holen und die Automatismen vertiefen.“ Viel mehr dürfte für die Gastgeberinnen nicht drin sein – auch angesichts der Personalsituation, da es sich bei der Partie gegen die Nordhessen um ein Nachholspiel handelt: „Es war ja eigentlich ein freies Wochenende, deswegen sind viele Spielerinnen nicht da“, erläutert Berz: „Und auch die Spielerinnen aus der A-Jugend haben größtenteils schulische Verpflichtungen. Wir werden nur mit neun Feldspielerinnen und einer Torhüterin in die Partie gehen.“ Dennoch wollen die Hersfelder dem Favoriten so lange wie möglich Paroli bieten – auch, um Selbstvertrauen für die wichtigen Partien danach zu tanken: „Dann geht es gegen Twistetal, die hinter uns stehen. Das müssen wir gewinnen. Und auch gegen Zwehren anschließend ist was drin“, blickt Ute Berz voraus: „Deswegen werden wir am Samstag auch die angeschlagenen Spielerinnen schonen.“

 

Männer

Für die HSG Großenlüder/Hainstell steht dagegen eine Reise in den Schwalm-Eder-Kreis an: Um 17 Uhr ist Anwurf in der Kreissporthalle Gensungen, wo die ESG Gesungen/Felsberg II auf das Team von Trainer Sebastian Peppler wartet – und auch wenn die Gäste zumindest auf dem Papier als Favorit in die Partie beim Tabellenneunten gehen, die Vorzeichen könnten besser sein: Zwei Niederlagen in Folge kassierten Peppler und Co. jüngst. „Wir wollen wieder in die Spur finden“, erklärt Peppler, meint damit aber nicht nur die beiden verlorenen Spiele zuletzt: Der Spielplan hat es nicht gut mit den Gästen gemeint, zwischen den jeweiligen Partien liegt oft eins oder sogar zwei spielfreie Wochenenden. „Es ist einfach schwierig, da den Rhythmus zu finden. Wir kommen nicht in Tritt“, hadert der HSG-Coach, der den kommenden Gegner bereits aus der Vorsaison als Trainer der zweiten Mannschaft kennt: „Das wird ein unangenehmes Spiel. Sie haben zweifellos Talent.“ Dennoch will Peppler mit seinem Team in die Erfolgsspur zurückkehren – auch, weil die HSG danach endlich auch an den folgenden Wochenenden direkt wieder im Einsatz ist. „Da freue ich mich drauf. Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. Die Liga ist extrem spannend, da ist noch nichts verloren.“

Endlich die ersten zwei Punkte einfahren will der Hünfelder SV um Trainer Stephan Kimpel, wenn am Samstag um 18.30 Uhr die Sirene gegen die HSG Twistetal ertönt. In bislang sieben Partien ging der HSV immer als Verlierer von der Platte, gegen die Nordhessen soll sich das nun ändern. Die Gäste konnten ihrerseits allerdings bereits vier Saisonspiele für sich entscheiden und stehen im Mittelfeld der Tabelle. „Das ist eine eingespielte, starke Mannschaft“, betont Kimpel: „Aber wir haben auch schon gezeigt, dass wir es können. Wenn es bei uns zu 100 Prozent läuft, ist da durchaus ein Punkt oder vielleicht sogar zwei drin. Zumal Twistetal auswärts ja nicht so bärenstark ist wie zuhause.“