Fußball 16.11.2025

Hessenliga – HSV zeigt Reaktion – Unentschieden am Herrenwald

Stadtallendorf (jah) – Da war mehr drin für den Hünfelder SV: In der Fußball-Hessenliga zeigte die Mannschaft von Johannes Helmke eine Reaktion nach dem 0:4 beim SC Waldgirmes vor Wochenfrist, zu mehr als einem 1:1 (0:1)-Unentschieden sollte es beim TSV Eintracht Stadtallendorf jedoch nicht reichen – auch, weil dem HSV in den Schlussminuten der potenzielle Siegtreffer verwehrt wurde.

Max Vogler und der Hünfelder SV holten in Stadtallendorf ein 1:1-Unentschieden - gerade in der Schlussphase wäre aber auch noch mehr möglich gewesen. Foto: Siggi Larbig

Es lief bereits die Nachspielzeit am Stadtallendorfer Herrenwald, als der eingewechselte Wirbelwind Jemal Kassa den Ball im Tor der Gastgeber unterbrachte – Riesenjubel in den Reihen des Hünfelder SV, allerdings nur für wenige Sekunden: Die Fahne des Assistenten ging hoch, eine zumindest zweifelhafte Entscheidung, wie auch HSV-Coach Johannes Helmke betonte: „Ich habe es aus meiner Position nicht richtig gesehen, es war wohl auch nicht Jemal Kassa, der im Abseits gestanden haben soll. Der Linienrichter muss sich schon sehr sicher gewesen sein, ich kann es nicht ganz verstehen.“

Es wäre der vermeintliche Siegtreffer für die Haunestädter gewesen, und der wäre zumindest angesichts der Schlussoffensive auch nicht unverdient gewesen: Spätestens nach dem Platzverweis gegen Malcolm Phillips nach 88 Minuten waren die Hünfelder drückend überlegen und erspielten sich Chance um Chance, unter anderem hatte auch Maximilian Fröhlich in der Nachspielzeit den Siegtreffer auf dem Fuß. „Wir haben heute aber eine gute Leistung gezeigt, deswegen ist das nicht so ärgerlich. Wir sind nach dem 0:1 gut zurückgekommen und hatten in der zweiten Halbzeit zwei, drei Top-Chancen“, bilanzierte Helmke, der mit der Einwechslung von Jonas Simon ein goldenes Händchen bewies: Nach 80 Minuten brachte Helmke Simon für Max Vogler – und keine 60 Sekunden später traf der Joker per abgefälschtem Rechtsschuss zum Ausgleich.

Zu Beginn der Partie war Stadtallendorf die aktivere Mannschaft: Zwar hatte der HSV die erste Chance durch Max Lindemann, im Anschluss allerdings spielte sich das Geschehen fast ausschließlich vor dem Kasten von Hünfelds Schlussmann Andrei-Manuel Boureanu ab. Zunächst scheiterte Frederik Trümner am bärenstarken Gästekeeper (11.), nur drei Minuten später Jacob Pistor und kurz darauf Erdinc Solac. Beim Kopfball von Mika Funk war dann allerdings auch Boureanu machtlos, weil die Hünfelder Defensive den Mittelfeldspieler viel zu frei zum Abschluss kommen ließ. Die Gäste ließen sich aber, anders als noch in Waldgirmes, vom frühen Rückstand nicht aus der Bahn werfen: Chancen zum Ausgleich waren immer wieder vorhanden, Max Lindemann (21.) und Sven Kemmerzell (45.) scheiterten beispielsweise mit hundertprozentigen Gelegenheiten. Ein Unentschieden zur Pause wäre dementsprechend nicht unverdient gewesen, allerdings ließ auch Stadtallendorf die ein oder andere Chance zum 2:0 ungenutzt. Im zweiten Durchgang verdiente sich der HSV dann den Ausgleich, und angesichts des Abseitstores und einiger ungenutzter Möglichkeiten wären wohl auch drei Punkte drin gewesen. „Aber das ist etwas, was wir nicht ändern können. Was wir beeinflussen können, ist unsere Leistung. Und die hat heute gepasst“, so Johannes Helmke abschließend.

Stadtallendorf: Schneider; Juwara, Rinderknecht, Trümner (80. Schütze), Funk, Pistor (46. Bremer), Heuser (90.+2 Parson), Solak, Phillips, Lindenthal (75. Onyekwere), Hinzmann
Hünfeld:
Boureanu; Kemmerzell, Zöll, Dücker, Vogler (80. Simon), Fröhlich, Lindemann (90.+2 Häuser), Witkowski (61. Paliatka), Gadermann, Trägler (68. Kassa), Zentgraf

Schiedsrichter: Maximilian Prölss (Ober-Ramstadt)

Tore: 1:0 Mika Funk (17.), 1:1 Jonas Simon (81.)

Zuschauer: 280

Gelb-Rote Karte: Malcolm Phillips (Stadtallendorf, 88.)