Der SC Waldgirmes ist zwar nicht im breiten Mittelfeld der Hessenliga beheimatet, robbt sich nach einem durchwachsenen ersten Saisondrittel aber zumindest etwas in die richtige Richtung: Auf ein 0:0 in Stadtallendorf folgte ein 2:0-Heimsieg gegen starke Baunataler, ehe zuletzt das Spiel in Marburg witterungsbedingt abgesagt wurde, weil dort kein Kunstrasen zur Verfügung stand. Den gibt es jedoch in Lahnau, und so darf der HSV wohl wieder auf Kunstrase ran. „Wir spielen gegen eine etablierte Hessenliga-Mannschaft, sie haben das über Jahre bewiesen“, sagt Hünfelds Trainer Johannes Helmke. „Und in den letzten Spielen haben sie gut gepunktet, entsprechend werden wir das auf keinen Fall unterschätzen“.
Anders als beim ein oder anderen Duell in den vergangenen Wochen, sei es Gießen, Walldorf oder der SC Hanau gewesen, kann der HSV diesmal eine Favoritenrolle nicht von sich weisen: Waldgirmes steht mit elf Zählern noch im Keller, Hünfeld mit 25 Punkten in den Top Fünf. Und besonders das 5:0 gegen Hanau in der Vorwoche macht Helmke zuversichtlich: „Es gilt, an diese Leistung anzuknüpfen. Wir haben hoffentlich ein gewisses Selbstverständnis aus dem Spiel mitgenommen und wollen das jetzt auch auswärts auf den Platz bringen“. Am Montag und Dienstag trainierte der HSV intensiv, am Mittwoch sammelten dann ein paar Akteure bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis – Max Vogler, Sven Kemmerzell, Jannis Maul oder Marcel Trägler liefen auf. Jan-Niklas Herr ebenfalls, der aber womöglich eine Zerrung im hinteren Oberschenkel davontrug, berichtet Helmke.
Ermüdungserscheinungen sieht der Trainer absolut keine, vielmehr herrscht große Vorfreude angesichts der bisher starken Hinrunde auf die verbleibenden Aufgaben, die wohl alle auf Kunstrasen steigen werden: Waldgirmes, Marburg, CSC Kassel und noch gleich zweimal die Eintracht aus Stadtallendorf. „Wir sind voll dabei und noch mittendrin. Wir freuen uns auf diese nächsten Spiele“, so Helmke. In Stadtallendorf spielt übrigens mittlerweile der beste Schütze des SC Waldgirmes aus der Vorsaison: Jacob Pistor, der 21 Mal traf, wechselte im Sommer vom SCW zur Eintracht. Vielleicht auch deshalb läuft es offensiv noch nicht in Waldgirmes: In 14 Partien sprangen bisher gerade einmal 17 Treffer heraus.
Hessenliga
Freitag
19 Uhr
Stadtallendorf – Baunatal
Samstag
14 Uhr
FC Gießen – Hanauer FC
Türk Gücü Friedberg – Hummetroth
Eintracht Frankfurt U21 – CSC Kassel
14.30 Uhr
Weidenhausen – VfB Marburg
Darmstadt 98 U21 – Eddersheim
15 Uhr
Waldgirmes – Hünfelder SV
Sonntag
14.30 Uhr
SC Hanau – Fernwald
15.30 Uhr
Walldorf – TuBa Pohlheim
