Fußball 09.11.2025

Hessenliga – Deutliche HSV-Pleite in Waldgirmes: „Einfach schlecht“

Waldgirmes (jah) – Der Hünfelder SV offenbart in der Fußball-Hessenliga weiter Licht und Schatten: Nach dem überzeugenden 5:0-Sieg gegen den Hanauer SC kassierte die Mannschaft von Trainer Johannes Helmke beim 0:4 (0:3) in Waldgirmes den nächsten Dämpfer. Der HSV ließ vor allem im ersten Durchgang beste Chancen ungenutzt – und der SCW bestrafte das auf der anderen Seite gnadenlos.

Petr Paliatka und der Hünfelder SV sahen beim SC Waldgirmes kein Land. Foto: Christine Görlich

Petr Paliatka, Leon Zöll, Maximilian Fröhlich – der Hünfelder SV vergab allein in der Anfangsviertelstunde zahlreiche Möglichkeiten zur Führung, und wie so oft im Fußball sollte sich das nur wenig später rächen: SCW-Linksverteidiger Phil Reuter war von HSV-Defensive nicht zu stoppen, brach über die linke Seite durch und traf aus spitzem Winkel sehenswert zu Führung für die Gastgeber – und weil Reuter kurz vor der Pause noch den zweiten Treffer nachlegte, ging Helmkes Elf mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine. „Aber wir brauchen uns da auch gar nicht die einzelnen Chancen raussuchen“, nahm Trainer Johannes Helmke im Anschluss kein Blatt vor den Mund: „So kann man nicht auftreten. Das war einfach schlecht, sowohl was das Zweikampfverhalten angeht, als auch das Umschalten.“

Was sich der HSV in der Pause dann vornahm, war nach dem Wiederanpfiff sofort Makulatur: Bereits nach wenigen Minuten erhöhte Javier Recio-Perez per platziertem Schuss vom Strafraumeck auf 3:0. Danach kontrollierte der SCW das Geschehen souverän und hätte durch Recio-Perez und Gian Olizzo noch weiter davonziehen können. Erst Joker Pedram Afrooghi sorgte kurz vor dem Abpfiff für den 4:0-Endstand.

Auf dem Kunstrasen in Waldgirmes schenkte Johannes Helmke der gleichen Elf das Vertrauen, die noch vor Wochenfrist gegen den Hanauer SC brilliert hatte – gegen den SCW blieben die Haunestädter aber blass und ideenlos. Ganz anders die Hausherren: Die Mannschaft von Mario Schappert trat mit unbändigem Willen, hoher Laufbereitschaft und kompromisslosem Zweikampfverhalten auf – immer wieder setzten die Gastgeber nach Ballgewinnen schnelle Nadelstiche und nutzten die Fehler des Gegners eiskalt aus. „Wir waren vom Kopf einfach nicht auf der Höhe und haben heute sehr deutlich aufgezeigt bekommen, dass das mit etwas weniger schlichtweg nicht langt in dieser ausgeglichenen Liga“, so Helmke abschließend: „Es war einfach kein gutes Spiel von uns. Waldgirmes hat verdient gewonnen.“

Waldgirmes: Buss; Safiew, Cost, Götz (83. Afrooghi), Freischlad (80. Selinger), Zouaoui, Olizzo (73. Kücükkaplan), Reuter, Glasauer, Recio-Perez (81. Rexhepi), Höhn

Hünfeld: Boureanu; Häuser, Zöll, Dücker, Paliatka (60. Trägler), Fröhlich, Lindemann (60. Vogler), Kocak (60. Gadermann), Simon (87. Kemmerzell), Zentgraf (60. Witkowski), Kassa

Schiedsrichter: Manuel Winkler (Landau)

Tore: 1:0 Phil Reuter (18.), 2:0 Phil Reuter (44.), 3:0 Yannick Freischlad (47.), 4:0 Pedram Afrooghi (88.)

Zuschauer: 120