Fußball 30.11.2025

Hessenliga – Aufsteiger CSC Kassel erobert die Rhönkampfbahn

Hünfeld (pf) – Der CSC 03 hat dem Hünfelder SV am Samstag gehörig in die Suppe gespuckt: Nachdem der HSV zuvor schon ein Heimspiel verloren hat und nun mit aller Macht gewinnen wollte, setzten die Kasseler auf der Rhönkampfbahn auf Konterfußball und schalteten die Hünfelder Offensive weitgehend aus. Die Lücke nach oben haben die Nordhessen mit dem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg etwas geschlossen, Hünfeld dagegen rutscht in der Fußball-Hessenliga immer weiter ab.

Ernüchterung auf der HSV-Bank herrschte nach dem 1:3 gegen CSC Kassel. Archivfoto: Christine Görlich

Große Freude herrschte natürlich im Lager der Gäste nach dem fünften Saisonsieg, die mit einer Fünferkette und zwei tiefstehenden Sechsern auf dem Kunstrasen antraten. „Wir wollten der variablen Hünfelder Offensive damit den Stecker ziehen“, erläuterte CSC-Trainer Lothar Alexi: „Das ist uns über 90 Minuten gut gelungen“.

In die Karten spielte den Nordhessen die frühe Führung – und was Alexi da noch nicht wusste: Toni Lecke belohnte sich bereits nach sieben Minuten vorab für seine Leistung. „Er war sehr agil und immer anspielbar“, so der Coach. Der HSV haderte im ersten Durchgang dann mit ein, zwei Situationen, wo ein Elfmeter in der Luft lag – gegeben hat es ihn aber nicht. Ein Freistoß von Leon Zöll sorgte mal für ein wenig Gefahr, genauso blieb aber auch Kassel immer gefährlich: „Wir wollten auf Konterfußball setzen und das ist aufgegangen“, so Alexi. Altmann scheiterte vor der Pause nochmal am Aluminium.

Nach dem Seitenwechsel folgte dann die beste Phase des HSV, der sich direkt den Ausgleich erarbeitete: Maximilian Fröhlich sorgte für einen Aha-Moment, als er mit dem Rücken zum Tor angespielt wurde und aus der Drehung von der Strafraumkante den Ball unter die Latte nagelte. Das schönste Tor des Tages – aber nicht das entscheidende. Denn danach kämpfte sich der CSC wieder besser rein. „Wir hatten Mühe, alles weg zu verteidigen“, sagte Alexi zur Druckphase der Hünfelder: „Aber danach haben wir es wieder besser in den Griff bekommen und konnten uns befreien“. Ein Konter führte zu einer Ecke, bei der Mustapic vorne umgerissen wurde – Elfer für Kassel und 2:1 durch Alban Meha, der sich diese Chance nicht nehmen ließ.

Danach war beim HSV die Luft mehr oder weniger raus, obwohl noch lange zu spielen war. Trainer Johannes Helmke versuchte, mit Wechseln entgegenzusteuern, doch zu nennenswerten Offensivaktionen kam es kaum noch. Kassel vergab die Entscheidung, dann setzte Joker Marco Dawid in der Nachspielzeit den Deckel für die Gäste drauf, die sogar auf Sechs-Tore-Mann Jon Mogge verzichten mussten.

Hünfeld: Boureanu; Zöll, Dücker, Vogler, Paliatka jr., Fröhlich, Simon, Gadermann (90.+3 Häuser), Zentgraf (66. Kocak), Kassa, Trägler (66. Lindemann).

CSC Kassel: Patkevych; Nennhuber, Reuter (68. Möller), Lecke (81. Dawid), Altmann (68. Koch), Meha (85. Kauf), Mustapic, Prieto, Stendera, Köps. Iksal (60. Bindbeutel).

Schiedsrichter: Arun Singh Ghotra (Kickers Frankfurt)

Tore: 0:1 Toni Lecke (7.), 1:1 Maximilian Fröhlich (52.), 1:2 Alban Meha (64., Foulelfmeter), 1:3 Marco Dawid (90.+3)

Zuschauer: 130