„Grundsätzlich bin ich nicht unzufrieden mit der Runde“, zieht Kopp ein erstes Fazit nach knapp sechs Monaten im Amt. Mit 25 Punkten steht Großenlüder auf Rang elf. 34 Tore aber auch genauso viele Gegentreffer stehen nach 17 Spielen unter dem Strich – zu viele, wie der Coach betont. „34 Gegentore sind ein wenig zu viel. Da müssen wir taktisch, defensiv arbeiten.“
Das größte Problem, was der SVG in der bisherigen Runde hatte, waren schwankende Leistungen in den Spielen: Teils krachende Niederlagen wie das 1:5 in Bad Soden stehen Erfolgen wie gegen Spitzenreiter Aulatal gegenüber. „Wir müssen eine gewisse Stabilität hinbekommen und konstanter werden“, fordert Kopp daher.
Die Ergebnisse zeigen jedenfalls, dass jeder Gegner die Teutonia auf der Rechnung haben sollte – auch wenn das Saisonziel erstmal verfehlt wurde. „Wir wollten ursprünglich einen guten Mittelfeldplatz“, so Kopp. Doch die Gruppenliga ist in diesem Jahr traditionell erneut extrem eng beieinander: Als Tabellenelfter hat die Teutonia drei Punkte Rückstand auf Tabellenplatz vier. „Die Liga wird bis zum letzten Spieltag spannend“, ist sich der Coach sicher.
Doch bevor es wieder um etwas Zählbares geht, befinden sich die Fußballer in der wohlverdienten Winterpause. Bis Ende November trifft sich Großenlüder einmal in der Woche zum Training. „Für den Spaß und Zusammenhalt“, erläutert Kopp. Ab Dezember soll dann auch bei den Teutonen erstmal kein Ball mehr rollen. Das Ziel im nächsten Jahr ist klar definiert. „Wir wollen Punkte einfahren und möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, erklärt Kopp. Auf die Tabelle blicke Großenlüder dennoch nicht. „Wir schauen nicht groß nach oben. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, so der Coach, der zuversichtlich in die Zukunft blickt. „Wir sind auf einen guten Weg, die Leistungsschwankungen wegzubekommen.“ Dies erfordere jedoch einiges an Arbeit: „Das fällt einem nicht einfach in den Schoß.“
