Fußball 20.11.2025

Gruppenliga – Euphorie-Welle im Vogelsberg ebbt im Herbst ab

Herbstein (jk) – Neben der Meisterschaft in der Kreisoberliga Süd hatte das Fußballjahr 2025 einiges für die FSG Vogelsberg zu bieten. In der Gruppenliga überwintert die das Team von Spielertrainer Fabian Lehmann und Coach Kevin Steudter nach einem klasse Saisonstart auf dem zwölften Tabellenplatz. Lehmann zeigt sich nach einer Halbserie nicht gänzlich mit der Ausbeute zufrieden, auch wenn er die 25 Punkte nach 17 Spielen vor der Saison sofort unterschrieben hätte.

Foto: Christine Görlich

Etwas zwiegespalten blickt Lehmann auf die vergangenen Monate zurück: Der Saisonstart verlief für die FSG wie am Schnürchen, der Aufsteiger schwebte lange auf der Euphorie-Welle. Bis Mitte September holte Vogelsberg in neun Spielen 20 Punkte. Ein fulminanter Beginn. Doch dann knickte das Team von Lehmann ein. „Wir hatten anfangs viel Spielglück, weswegen wir die Spiele gewonnen haben. Das ist uns dann abhandengekommen“, erklärt er.

Seit sechs Spielen konnte sich die FSG nicht mehr über einen Sieg freuen, blieb vor der Winterpause sogar dreimal ohne Treffer.  Der letzte Sieg gelang Ende September beim 3:2 gegen Bad Soden II. Besonders die Partien gegen Neuhof (0:0) und Freiensteinau (0:1) haben Lehmann zu schaffen gemacht. „Gerade nach der zweiten Halbzeit hätten wir einen Punkt in Freiensteinau verdient“, bedauert der Coach im Nachgang und fügt an. „Zufrieden wäre ich, wenn vier Wochen früher Winterpause gewesen wäre“.

Nach dem Freiensteinau-Spiel habe er seine Jungs dann erstmal in die wohlverdiente Pause geschickt: „Wir erstmal einen Cut gemacht“. Bis Januar sollen die Spieler auf andere Gedanken kommen und die Zeit mit Freunden und Familien genießen. Während der Winterpause gibt Lehmann den Spielern auch keine Hausaufgaben. Einmal in der Woche haben die Spieler die Möglichkeit, in einer Halle zu spielen. Alles auf freiwilliger Basis, das habe sich die letzten Jahre bewährt, erklärt Lehmann: „Es ist viel wichtiger, dass die Jungs im Januar auf die Vorbereitung brennen“.

Das Ziel im neuen Jahr sei nach wie vor klar: „Wir wollen den ein oder anderen Langzeitverletzten mit einbauen und wieder fit bekommen." Und die Rückrunde soll dann auch mit dem aktuellen Kader, ohne externe Neuzugänge, bestritten werden. Mit den Rückkehrern, wie beispielsweise David Knöll und Moritz Baier, habe die FSG nicht nur einen Kader mit Qualität, sondern auch Breite. „Ich habe absolutes Vertrauen in den Kader. Die Jungs, die bisher dabei waren, haben das Zeug, in der Gruppenliga zu bestehen“, betont der Trainer. Eine große Herausforderung im Winter werden die Platzverhältnisse sein. Da es im Vogelsberg nur wenige Kunstrasenplätze gibt, sind die Vereine gezwungen, sich früh um Testspiele zu kümmern. Doch egal ob Hallentraining oder Läufe auf der Tartanbahn – Lehmann möchte sich nicht beschweren. „Wir müssen die Vorbereitung so annehmen, wie es das Wetter zulässt. Während es in Fulda grün ist, liegt hier auch mal Schnee“. Doch der Coach zeigt sich zuversichtlich. „Ich bin guter Dinge, dass wir es wie letztes Jahr hinbekommen, die Jungs fit zu kriegen“. Die Fitness sei ein großes Thema, auch für den Spielertrainer: „Das ist das A und O in der Liga. Alle anderen kommen über Einsatzbereitschaft und Fitness – wenn wir die Klasse halten wollen, müssen wir dabei zu den Besseren gehören."