Der erste Platz mit einem Preisgeld von 1500 Euro ging an den die ehrenamtlich begleitete Freizeitgruppe „Frauenzeit“, welche vom Sozialdienst katholischer Frauen Fulda organisiert wird. In der Gruppe haben Frauen, die sexualisierte, häusliche oder andere traumatische Gewalterfahrungen gemacht haben, die Chance sich in einem geschützten Raum auszutauschen. Ziel sei, wie die Verantwortlichen berichteten, der Abbau von Isolation, die Förderung von Teilhabe und Resilienz. Bei den Treffen werden verschiedene Aktivitäten angeboten. Bei der Verleihung waren neben Geschäftsführerin Sarah Muth auch weitere Teilnehmerinnen des Projekts zugegen.
Das Projekt „Gemeinsam nicht einsam – begegnen. mitmachen. dazugehören.“ Des Malteser Hilfsdienstes erhielt den zweiten Preis und damit ein Preisgeld von 1000 Euro. Bürgermeister Wehner berichtete stellvertretend für die Antragstellerin Walltraud Born: „Die Zielgruppe des Projektes sind Menschen, die von Einsamkeit betroffen sind und nach Gemeinschaft suchen – unabhängig vom Alter, Gesundheitszustand oder der Herkunft.“ Bei dem Projekt würden sich Interessierte wöchentlich treffen, um gemeinsam zu spielen, einen Film zu schauen, zu basteln oder kleine Ausflüge zu unternehmen.
Den Preis in Höhe von 500 Euro nahm Stefan Schreiner von der Selbsthilfe Burnout Fulda entgegen. Auch bei diesem Projekt stehe der Austausch und die Unterstützung im Vordergrund, wie Wehner erläuterte: „Die Zielgruppe sind Menschen, die unter den psychischen Belastungen eines Burnouts leiden oder sich erschöpft fühlen – auch ohne ärztliche Diagnose.“ Schreiner zeigte sich sichtlich gerührt von der Auszeichnung und erklärte: „Das motiviert mich, das weiter zu tun.“ Der Bürgermeister machte während der Veranstaltung deutlich: Chancengerechtigkeit betrifft die gesamte Gesellschaft.“ Alle Projekte, die sich beworben hatten oder vorgeschlagen wurden, würden zeigen, welche Relevanz die Zusammenarbeit und der Austausch für Menschen hätten: „Sie zeigen uns Wege aus der Stille heraus.“
