Lokales FD 27.11.2025

Geldsegen für Fulda: Stadt erhält Millionen für Bahnhofsquartier

Wiesbaden/Fulda (jah/pm) – Im Rahmen der Städtebauförderung hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum 21 neue Standorte in das Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen – darunter sticht auch der Name der Stadt Fulda hervor, die sich mit dem „Bahnhofsquartier“ beworben hatte und den Zuschlag erhielt. Welches Gebiet sich hinter dem Begriff „Bahnhofsquartier“ versteckt und wie die Förderung in Zukunft genau aussieht, erklärt die Stadt auf Nachfrage von Osthessen-Zeitung.

Foto: Stadt Fulda

Bis zum 1. Juli 2025 konnten sich hessische Städte und Gemeinden mit über 2.000 Einwohnern bewerben. Angesprochen waren insbesondere Kommunen, die von demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen betroffen sind und vor Herausforderungen wie Funktionsverlusten und Strukturwandel stehen. Dem Bewerbungsaufruf folgten 58 hessische Kommunen, 21 neue Standorte erhielten den Zuschlag – darunter auch Fulda. Die Stadt hatte auf der Stadtverordnetenversammlung am 26. Mai beschlossen, sich mit dem „Bahnhofsquartier“ zu bewerben. „Die Stadt freut sich sehr, dass diese Bewerbung erfolgreich war und das Gebiet damit von 2026 bis 2035 in das Bund-Länder-Programm aufgenommen ist“, heißt aus dem Stadtschloss auf Nachfrage.

Dabei umfasst das das beantragte Gebiet den nördlichen Schlossgarten, das Gründerzeitliche Bahnhofsviertel sowie Zuwegungen zum Gebiet (siehe Grafik). Die genauen Fördergebietsgrenzen werden jedoch erst mit dem Beschluss eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) festgelegt, welches verpflichtend zum Anfang des Programms als Handlungsgrundlage zu erstellen ist. Aus der Analyse im ISEK werden dann die einzelnen Maßnahmenschritte abgeleitet. Hierzu kann die Umgestaltung des nördlichen Schlossgartens inklusive Spielplatz, Umgestaltungen im Bereich des Bahnhofumfeldes aber auch Entsiegelungen von Innenhöfen etc. gehören.

Im Rahmen des Förderprogramms können über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich Mittel beantragt werden, sodass zu Beginn der Förderkulisse keine verlässlichen Aussagen über die Gesamthöhe der Förderung für das Gebiet getroffen werden können, erklärt die Stadt. Im Jahr 2024 wurden, als Vergleich, in Hessen 32,5 Millionen Euro im Städtebauförderprogramm zur Verfügung gestellt. Fulda hatte dabei Förderbescheide in Höhe von 2,6 Millionen Euro in zwei Förderkulissen (Langebrücke/Hinterburg sowie Westpark und neue Grünstrukturen erhalten. Die Erfahrungen in den Fördergebieten Langebrücke/Hinterburg und insbesondere Westpark und neue Grünstrukturen zeigen, welch umfangreiche und wertvolle Stadtentwicklungsprozesse mit Hilfe der Förderkulisse ermöglicht werden. Zu den geförderten Maßnahmen zählen unter anderem der neugestaltete Badegarten, der WIR-Garten inklusive Torhaus und Wirtschaftsgebäude, die Umgestaltung des Umfeldes Umweltzentrum, der neue Skate- und Bewegungspark, der Uferweg und vieles mehr.

Bei Fragen von Bürgerinnen und Bürgern steht die Städtebauförderung der Stadt Fulda unter der E-Mail-Adresse staedtbaufoerderung@fulda.de oder der Telefonnummer (0661) 102-3273 zur Verfügung.