Lokales FD 28.11.2025

Fuldaer Schüler zeigen Innovationskraft bei „Jugend gründet“

Fulda – Von Silas Messing – Bei Muth & Partner in der Rangstraße stand der Donnerstagmorgen ganz im Zeichen junger Geschäftsideen: Die Schüler der Richard-Müller-Schule präsentierten im Rahmen von „Jugend gründet“ ihre Projekte vor einer Jury der Wirtschaftsjunioren, die ein erstes Feedback zu den Ideen gab – ein Format, das längst als Fuldaer Variante der „Höhle der Löwen“ gilt. Schon kurz nach Beginn wurde deutlich, wie ernst die Jugendlichen ihre Aufgabe nahmen und wie viel Vorbereitung in den Pitches steckte.

Foto: Silas Messing

Seit Jahren begleiten die Wirtschaftsjunioren die Veranstaltung ehrenamtlich, in diesem Jahr sogar mit zusätzlichem Vorabtraining an den Schulen. „Ich halte das für eine der wertvollsten Veranstaltungen, die wir haben“, sagte Luke Williams, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren. Seine Einschätzung spiegelte sich im Engagement aller Beteiligten wider.

Fünf Teams stellten ihre Geschäftsideen vor. Das Projekt „Flexbelle“ entwickelte einen modularen Aufbewahrungsbehälter für Kosmetikartikel, dessen Elemente magnetisch miteinander verbunden werden können. Mit „ScanX AI“ präsentierten Schüler einen Stift, der gesprochene Sprache und auch geschriebene Texte in Echtzeit übersetzen soll. Die Gruppe „Chill Lounge“ stellte ein Konzept für mietbare Rückzugsräume für Jugendliche vor, die Raum zum Lernen, Entspannen oder Treffen bieten sollen. „Safesight“ und „Temix“ präsentierten weitere innovative Ideen, die die Teams in den vergangenen Wochen ausgearbeitet hatten. Lehrerin Bettina Wiegand, die die Jugendlichen während der gesamten Vorbereitung begleitet hatte, zeigte sich zufrieden mit der Professionalität der Präsentationen.

Auch die Jury war sichtlich angetan. Neben Williams gaben Robert Groß, Fördermitglied der WJ-Jugend, Timo Willkomm, Mitglied der WJ-Jugend, und Dr. Tarek Bary – Partner bei Muth & Partner und ehemaliges WJ-Vorstandsmitglied – direktes Feedback. Immer wieder lobten die Wirtschaftsjunioren die klare Struktur der Vorträge und die Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler ihre Ideen ausgearbeitet hatten. Auch Verbesserungen und Rückfragen wurden offen und konstruktiv angesprochen. „Jeder, der hier einen Pitch gemacht hat, ist ein kleines Stück gewachsen“, sagte Williams und betonte, wie wertvoll solche Praxiserfahrungen für junge Menschen seien. Für ihn und seine Mitstreiter sei der Einsatz selbstverständlich: „Ich denke, dass es kaum etwas gibt, wo ich sage, die viele Zeit ist besser investiert als in unsere Jugend und unsere Gesellschaft.“

Am Freitag folgt der zweite Teil der Veranstaltung, wenn die Schüler der Hünfelder Konrad-Zuse-Schule ihre Projekte vorstellen. Schon jetzt zeigt sich: Das Format begeistert jedes Jahr aufs Neue – und fördert Talente, die Osthessen künftig noch häufiger von sich hören lassen könnten.

„WJ Jugend Gründet“ bei Muth&Partner. Fotos: Silas Messing.