Volleyball 12.11.2025

Frauen – SGJ verliert Spitzenspiel in Marburg – TGR rehabilitiert sich

Osthessen (pf/pm) – In der Frauen-Landesliga Nord mussten die Volleyballerinnen der SG Johannesberg am Wochenende auswärts bei den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg ran. Für die SGJ war es ein wichtiges Spiel, um die Tabellenführung zu verteidigen – doch am Ende mussten sich die Johannesbergerinnen deutlich mit 0:3 geschlagen geben.

Die zweite Frauen-Mannschaft der SG Johannesberg gewann ihre beiden Heimspiele. Foto: Verein

Oberliga: SG Volleys Marburg-Bied. II – TG Rotenburg 0:3 (22:25, 14:25, 22:25)

Die TG Rotenburg hat sich gut erholt von der 0:3-Heimpleite gegen Hanau und schlug nun zurück: Bei den Marburg-Biedenkopf Volleys II gab es einen deutlichen 3:0-Erfolg, bei dem die TGR in den entscheidenden Momenten die Nerven behalten konnte. Damit bleibt das Team aus Rotenburg auf drei Punkte dran am Tabellenführer aus Mörfelden – und lädt am kommenden Samstag zum Spitzenspiel ab 19 Uhr in die Bernhard-Faust-Halle.

 

Landesliga: BG Marburg – SG Johannesberg 3:0 (25:19, 25:19, 25:17)

Schon zu Beginn des ersten Satzes zeichnete sich ab, dass es für die Gäste ein schweres Spiel werden würde. Marburg überzeugte mit starken und präzisen Aufschlägen, die die Annahme der SGJ immer wieder unter Druck setzten. Durch die instabile Annahme gelang es den Johannesbergerinnen nur selten, einen schnellen Spielaufbau aufzuziehen. Hinzu kam, dass die SGJ auf der wichtigen Mittelposition personell geschwächt war.

Trotz einiger guter Angriffsaktionen fehlte im Abschluss oft die letzte Konsequenz. Zwar konnte sich die SG mehrfach gegen den gegnerischen Block durchsetzen, doch zu viele Eigen- und Netzfehler verhinderten den Punktgewinn. Marburg zeigte sich dagegen abwehrstark, stand bei nahezu jedem Angriff der Gäste richtig und konnte seine eigenen Spielzüge konsequent zu Ende bringen. „Wir haben im Angriff unter unseren Möglichkeiten gespielt und Marburg hat verdient gewonnen“, lautete das Fazit aus Johannesberger Sicht. Bereits am kommenden Samstag steht für die SGJ das nächste Auswärtsspiel in Rodheim an. In den Trainingseinheiten der Woche will das Team gezielt an den eigenen Schwächen arbeiten, um dort wieder stärker aufzutreten und in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Johannesberg: Joana Beikirch, Larissa Drexler, Sara Dimovska, Ann Sophie Grobauer, Sissi Phan, Julia Schawag, Kristana Schuchert, Teresa Schuhmann, Wynona Walter, Hannah Wilhelm.

 

Bezirksoberliga: SG Johannesberg II – ACT Kassel II 3:1 (22:25, 25:23, 25:13, 25:16)

Nach nahezu siebenwöchiger Ligapause begann der Spielbetrieb in der Bezirksoberliga für die zweite Mannschaft der SG Johannesberg mit einem Heimspieltag gegen zwei Kasseler Teams. Gegen ACT Kassel II tat sich die SGJ anfangs schwer, weil zum einen die eigene Verteidigung noch nicht mit der gewohnten Aufmerksamkeit und Präzision funktionierte, zum anderen sich alle noch auf das ungewöhnliche Spielsystem der Gäste einstellen mussten. Dafür standen in dieser Saison erstmals nach Verletzungen und Schüleraustausch Greta Schätzmüller, Sara Dimovska und Amelie Raczing wieder zur Verfügung.

Kassel konnte sich von Beginn an eine deutliche Führung erspielen, den die Gastgeberinnen, die nun zunehmend kompakter agierten, zwar noch verkürzen konnten, ohne aber den Verlust des Auftaktsatzes mit 22:25 vermeiden zu können. Im zweiten Satz sahen die Zuschauer dann ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als 3-4 Punkten absetzen. Im letzten Satzdrittel deutete sich dann an, dass die SGJ ihre spielerische Überlegenheit etablieren konnte. Der Satzausgleich mit 25:23 war allerdings noch sehr knapp. Im weiteren Spielverlauf nahm diese Überlegenheit dann allerdings weiter zu. ACT hatte den knappen Satzausgang nicht verdaut. Der Johannesberger Block konnte die Gästeangriffe jetzt wirksam bremsen und die Feldverteidigung agierte aufmerksam. Vor allen Dingen gelang es den Gästen jetzt nicht mehr, dem Aufschlag- und Angriffsdruck viel entgegenzusetzen. Das 25:13 zum 2:1 war die logische Folge. Damit war die Moral der ACT gebrochen. Schnell ging es jetzt über 11:4 und 18:8 Richtung Spielende. Das abschließende 25:16 zum 3:1 – Sieg war deutlich.

 

Bezirksoberliga: SG Johannesberg II – TG Wehlheiden II 3:1 (25:20, 28:26, 21:25, 25:22)

Im zweiten Spiel des Tages gegen die TG Wehlheiden II stand die eigentliche Bewährungsprobe an. Schließlich stand hier der letztjährige Tabellendritte gegenüber. Doch zunächst spielte das junge Team um Finja Schütz, die trotz ihrer Probleme mit dem Sprungaufschlag erneut eine der Stützen im Spiel war, überlegen. Die SGJ II agierte zwingend und druckvoll gegen die erfahrenen Gegnerinnen. Vor allem die Außen-Angreiferinnen Frieda Bartsch, Sara Dimovska und Amelie Raczing konnten fast nach Belieben punkten. Nach nur 18 Minuten stand mit 25:20 die Satzführung der SGJ fest.

Doch so leicht gaben sich die Gäste, die ebenfalls über hochgewachsene Angreiferinnen verfügten, nicht geschlagen. Der zweite Satz wurde zu einem Kampf auf Biegen und Brechen. Die Gastgeberinnen lagen zwar permanent in Führung, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Und plötzlich war es dann die TG Wehlheiden, die eine kurze Schwächephase der SGJ ausnutzte und bei 23:24 Satzball hatte. Doch das junge Team Johannesbergs zeigte sich unbeeindruckt, wehrte noch einen weiteren Satzball ab und holte sich mit einem Hinter-feldangriff von Sophia Born den Satz noch mit 28:26. Im dritten Satz schafften die Gäste, die zu keinem Zeitpunkt aufgaben, nach langer Johannesberger Führung in der Satzmitte die Wende im Satz, als die SGJ dem Kräfteverschleiß Tribut zollen musste. Nach dem 21:25 ging es in den vierten Satz und den wollten sich die Gastgeberinnen nicht nehmen lassen. Nach erneut ausgeglichenem Satzverlauf waren es jetzt die Mittelblockerinnen, die die Ausrufezeichen setzten. Jana Bott, Sina Leis und Finja Schütz holten jetzt entscheidende Punkte, indem sie einerseits ihre Gegenspielerinnen mit gut getimten Blocks stoppten, andererseits auch im Angriff nicht zu stoppen waren. Zwar blieb es auch in diesem Satz bis zum Ende eng, allerdings stellte sich nie das Gefühl ein, dass die Gäste noch eine Wende schaffen könnten. Und so war es bezeichnenderweise auch Finja Schütz, die mit einem wuchtigen Schnellangriff über die Mitte den Sack zum 25:22 und 3:1 zumachte. Damit steht Johannesberg II jetzt auf Platz vier der Bezirksoberliga Nord. Und ist in der Liga angekommen.

Johannesberg II: F. Bartsch, S. Born, J. Bott, S. Dimovska, A. Haller, S. Leis, A. Raczing, G. Schätzmüller, F. Schütz.