TSG Lütter – MFFC Wiesbaden 4:1 (1:0)
Verdient war der Sieg, wenn auch vielleicht etwas zu hoch, bewertete TSG-Trainer Julian Treidler: „In der ersten Halbzeit haben wir uns noch schwer getan, hatten dann in der Pause umgestellt. Es war aber auch nicht einfach auf einem grenzwertigen, tiefen Rasen, obwohl der von außen gar nicht so schlecht aussah“. Jana Bott gelang der Führungstreffer für Lütter nach einer halben Stunde, doch erst in der zweiten Hälfte spielte die TSG dann dominanter auf. In die Karten spielte dem Spitzenreiter dann natürlich der Doppelschlag: Nach einer Ecke traf Nina Spike zum 2:0, und per Elfmeter stellte Lena Grosser auf 3:0. Emilie Reith, die vor dem Elfer gefoult wurde, netzte dann später noch zur Entscheidung, ehe die Gäste im Gegenzug einen strittigen Handelfmeter bekamen. Mehr als Ergebniskosmetik war das dann aber nicht mehr. Lütter war effizienter und hofft nun, dass auch kommende Woche am Kirmessamstag noch gespielt werden kann: Dort ist der Hinrunden-Abschluss gegen Großenenglis angesetzt – und gerne würden die Grün-Weißen ungeschlagen in die Winterpause gehen.
Lütter: Schaab; Beck (79. Maikranz), Bahr, Reith, Spilke, Grosser, Schlott, Klaus, Dechant, Faulstich (63. Lorenz), Bott (85. Pompetzki).
Tore: 1:0 Jana Bott (30.), 2:0 Nina Spilke (52.), 3:0 Lena Grosser (58., Foulelfmeter), 4:0 Emilie Reith (75.), 4:1 Alina Imamagic (77., Handelfmeter)
Zuschauer: 100
TSV Pilgerzell – SG Bornheim 1:2 (1:0)
Der Tabellenletzte aus Pilgerzell durfte sich abermals ein Lob abholen: In Lehnerz gab es das erste Tor der Saison, zuletzt gegen Kassel II den ersten Punkt. Und gegen Bornheim sah es dann zwischenzeitlich sogar nach mehr aus: Durch Tabea Leonangeli, die einen super Angriff über Xenia Lüdtke aus spitzem Winkel vollendete, führte der TSV nach 45 Minuten mit 1:0. Und Coach Knut Seuring war zufrieden: „Wir haben gleich mit der ersten gefährlichen Aktion das Tor gemacht und danach das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben hinten sauber verteidigt und Nadelstiche nach vorne gesetzt“.
Doch bei dem Ergebnis blieb es nicht: Zunächst erhöhte Bornheim den Druck, ohne dass aber der Ausgleich fiel. Dann vielleicht eine der Schlüsselszenen: „Wir haben eine glasklare Elfmetersituation, wo wir den Strafstoß nicht bekommen. Der Schiedsrichter hatte es nicht gesehen, obwohl es deutlicher kaum sein konnte“, haderte Seuring. Doch auch abseits dieser Szene riss Bornheim das Spiel weiter an sich, übernahm immer mehr Ballbesitz und Kontrolle und drehte die Partie schließlich in der Schlussviertelstunde. „Heute überwiegt erstmal die Enttäuschung“, bedauerte der Trainer. Pilgerzell bleibt damit Schlusslicht. Doch dass in der Hessenliga alles möglich ist, zeigte unter anderem der Vorletzte aus Schaafheim parallel mit einem Remis gegen den Tabellenzweiten Dortelweil. Und die Leistungen des TSV selbst machen genauso Hoffnung für den Jahresendspurt.
Pilgerzell: Kröhling; Worch, R. Barth (57. Gruner), Rumpf (46. Mecik), McGilvray, Leonangeli, Steinert, Lüdtke, Schad, E. Barth (46. Schneider), Wilde.
Tore: 1:0 Tabea Leonangeli (1.), 1:1 Lina Zeller (78.), 1:2 Lilly Wiegelmann (87.)
Zuschauer: 60
SG Egelsbach – SG Barockstadt 3:0 (1:0)
Gar nicht nach Plan lief es für die SG Barockstadt am Samstagabend: Mit einer deutlichen 0:3-Pleite in Egelsbach im Gepäck reisten die Fuldaerinnen ab, es war die vierte Niederlage dieser Hinrunde. Damit rutschte die SGB auch in der Tabelle etwas ab und ist nun Fünfter – vier Punkte Rückstand sind es auf Rang zwei. „Wir waren vom Kopf her ein, zwei Schritte zu langsam“, sagte SGB-Co-Trainer Calvin Lazarus nach der Partie: „Der Gegner brauchte die Punkte, und so sind sie auch aufgetreten. Wir hatten damit Probleme und haben erst am Ende der ersten Halbzeit besser reingefunden. Teilweise gingen aber die Köpfe runter“. Mit einem 0:1 ging es in die Pause, der zweite Gegentreffer früh nach dem Seitenwechsel war bereits eine Vorentscheidung.
Barockstadt: Herbert; Herzig, Schmidt, Zura, Kolbe, Ostertag, Willmer, Dangel, Krug, Schick, Hohmann (Rothe, Volland, Posledni-Gröne).
Tore: 1:0 Luisa Schollmeyer (23.), 2:0 Melissa Cibrao Gomes (51.), 3:0 Melissa Cibrao Gomes (71.)
Zuschauer: 60
