osthessen-lady.de 26.11.2025

„Frau sein ist kein Verbrechen“ – Demozug durch Fulda – Fotos

Fulda (as) – Gegen Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung von Frauen und Flinta-Personen wurde am Dienstag in Fulda ein starkes Zeichen gesetzt. Über 150 Teilnehmende versammelten sich am Bahnhofsvorplatz und zogen friedlich bei einer Demonstration durch die Innenstadt. Dabei wurden Orte besucht, an denen sich Frauen häufig unsicher fühlen. Organisiert wurde die Aktion am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen von dem Kollektiv Feminista Fulda.

Foto: Andreas Schellenberg

Mit bemalten Schildern und Bannern zog der Demozug, begleitet von der Polizei, vom Bahnhofsvorplatz in Richtung Polizeiwache, Stadtschloss und an weitere Punkte in der Innenstadt. Mit lauten Rufen machten die Teilnehmenden immer wieder auf ihre Themen aufmerksam. An der Aktion beteiligte sich ein Bündnis von über 25 demokratischen Parteien, Vereinen, Initiativen und Organisationen aus Fulda. Bei der Veranstaltung kam es zu mehreren Kundgebungen, darunter von Saba Hussein, Frauke Goldbach und Carina Petrina. Hussein berichtete beispielsweise von der immer noch in vielen Ländern verbreiteten Praxis der Genitalverstümmelung bei Mädchen. Sie gab an, dass jedes Jahr rund vier Millionen Mädchen im Intimbereich beschnitten und verletzt werden. Im Vergleich bedeute das, dass alle elf Sekunden ein Mädchen verstümmelt wird. „Wenn Männer Kriege führen, fällt der Schmerz der Welt auf Frauen“, erklärte Hussein und fügte an: „Eine Frau zu sein ist kein Verbrechen.“ Sie rief die Menschen dazu auf, mutig zu sein, und sich gegen Gewalt an Frauen einzusetzen.

Demo gegen Gewalt an Frauen in Fulda. Fotos: Andreas Schellenberg