„Es sind persönliche Gründe, mehr möchte ich dazu nicht sagen“, erklärte Andreas Hartmann gegenüber Osthessen-Zeitung. Mit der Schließung der Fitness- und Freizeitinsel endet eine bedeutende Phase in der Fuldaer Fitnesslandschaft. Doch mit der Übernahme durch das Brauns Gym wird der Standort für Kampfsporttraining und Selbstverteidigung weiter genutzt.
Ein Rückblick auf fast 40 Jahre Fitnessgeschichte
Die Fitness- und Freizeitinsel war über drei Jahrzehnte hinweg ein wichtiger Bestandteil der Fuldaer Fitnessszene. Auf mehr als 1500 Quadratmetern bot das Studio vielfältige Trainingsmöglichkeiten, darunter Herz-Kreislauf- und Krafttraining, Rehasport sowie ein umfangreiches Kursangebot. Der Wellnessbereich und das Bistro gehörten ebenfalls zum Angebot. Die „Insel“ war für viele nicht nur ein Trainingsort, sondern ein soziales Zentrum, an dem zahlreiche Freundschaften entstanden und der sportliche Austausch gepflegt wurde.
Übergang zu „Brauns Gym“ – Neue Räumlichkeiten für Kampfsport
Mit dem Ende der Fitness- und Freizeitinsel übernimmt Sergej Braun die Räumlichkeiten und plant, seine Kampfsportschule Brauns Gym dort weiterzuführen. „Wir ziehen mit dem Brauns Gym in die neuen Räume. Wir sind mit unserer derzeitigen räumlichen Lage auch unzufrieden. Da haben die 500 Quadratmeter größeren Räume einfach sehr gut gepasst“, erklärt Sergej Braun. „Die Räumlichkeiten dort sind optimal für uns. Wir haben den großen Hauptraum, aber auch noch einige weitere Möglichkeiten.“
Kickbox-Weltmeister Braun, der seine Kampfsportschule bereits seit längerer Zeit betreibt, wird mit dem Umzug die Möglichkeit haben, auf größere Flächen zuzugreifen und weitere Trainingsmöglichkeiten für seine Mitglieder zu schaffen. „Ab dem 22. Dezember beginnen wir mit dem Umräumen und der Fertigstellung“, so Braun weiter. „Am 1. Februar ist die offizielle Eröffnung, und ab dem 2. Februar geht es dann richtig los.“
Abschied mit Wehmut – Erinnerungen an die „Insel“
Der Abschied von der Fitness- und Freizeitinsel fällt auch den langjährigen Mitarbeitern schwer. Wolfgang Obermahr, der als erster Übungsleiter im Rehasport tätig war, blickt mit Wehmut auf seine Zeit in der „Insel“ zurück. „Das ist die erste Kündigung in meinem Leben, die ich erhalte“, sagte der 75-Jährige. „Das ist natürlich traurig, da es ein sehr familiäres Unternehmen für mich war.“
Obermahr, der die „Insel“ von Anfang an unterstützte, wird seinen letzten Arbeitstag am 19. Dezember haben. „Die Insel war für mich fast wie ein zweites Zuhause. Das kann keiner nur wegen dem Geld machen, da gehört auch die Leidenschaft zu“, erklärt Obermahr: „Ich werde die Leute sehr vermissen. Es entsteht über die Zeit eine gewisse Vertraulichkeit und freundschaftliche Verhältnisse“
Neuer Anfang für den Standort
Mit dem Umzug des Brauns Gym in die Räumlichkeiten der Fitness- und Freizeitinsel wird der Standort in der Donaustraße weiterhin für sportliche Aktivitäten genutzt – jetzt mit einem klaren Fokus auf Kampfsport. Obwohl die Schließung der „Insel“ für viele eine Veränderung darstellt, bleibt der Standort der Fitnesstradition treu. Die Eröffnung des Brauns Gym markiert dann den Beginn eines neuen Kapitels.
Immer ganz schnell informiert mit unseren Push-Nachrichten oder über unseren WhatsApp-Kanal - Registrierung hier: https://whatsapp.com/channel/0029VaCj4vq3GJP18XQ5Ng2r
Zu den Push-Nachrichten: Wir haben eine App, über die wir die Push-Benachrichtigungen für die iPhone- und iPad-Besitzer verschicken. Damit werden dann auch alle iOS-Nutzer sofort informiert. Die Osthessen-Zeitung-App bekommen Sie im App-Store zum kostenlosen Download.
