Das Dialogforum setzte auf ein neues Format. Statt einer Podiumsdiskussion wechselten die Besuchenden zwischen fünf Thementischen, an denen jeweils zwanzig Minuten lang diskutiert wurde. Das Konzept orientierte sich am Prinzip eines Work Cafés und sollte eine gleichberechtigte, lebendige Gesprächssituation ermöglichen. Für Pausen und Verpflegung war gesorgt. An den Tischen begleiteten Experten die Gespräche zu fünf Schwerpunkten. Am Tisch zur Preisgestaltung und zu Produktionsbedingungen erläuterten Karin Artzt-Steinbrink und Justus Beier wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Fragen rund um faire Preise. Martin von Mallinckrodt und Martin Sudbrock diskutierten über Zukunftsszenarien für den ländlichen Raum sowie über den Mangel an Fachkräften. Themen der Öffentlichkeitsarbeit, der Bildungsarbeit und der Entwicklung ökologischer und konventioneller Betriebe wurden von Susanne Kagerbauer und Marco Schneider aufgegriffen. Am Thementisch zu Tierwohl und Tierhaltung sprachen Werner Hartmann und Michael Vogel über unterschiedliche Haltungsformen, Investitionen und Erfahrungen in den Betrieben. Fragen zum Verbraucherverhalten, zur regionalen Vermarktung und zur Bedeutung von Herkunfts- und Qualitätskennzeichnungen wurden von Martin Jahn und Norbert Werner beantwortet.
Nach Angaben von Moderatorin Krack wurde das Format positiv aufgenommen. Die rund fünfzig Anwesenden nutzten die Gelegenheit, ihre Sichtweisen einzubringen und Fragen zu stellen. „Ein solcher Austausch braucht Zeit, damit sich die Besuchenden darauf einlassen können“, erklärte sie. Zwar nahmen weniger Personen teil als bei der ersten Veranstaltung im Kulturkeller, doch verlieh die offene Atmosphäre den Gesprächen eine besondere Intensität. Die Veranstaltenden zeigten sich zufrieden, da die Diskussionen in allen Gruppen sehr engagiert geführt wurden. „Das Thema ist derzeit vielleicht weniger sichtbar, dennoch sind die erreichten Personen sehr wichtig. Gerade kleinere Runden können wertvolle Impulse liefern“ erklärte Krack.
Nach der Einführung verteilten sich die Besuchenden an die einzelnen Tische und starteten in die erste Gesprächsrunde. Das Dialogforum zielte darauf ab, gemeinsam Ideen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Ernährungssicherung mit regionalen Lebensmitteln zu entwickeln. Gleichzeitig sollte der Austausch zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und Verbraucherseite weiter gestärkt werden, um langfristig zu einem besseren Verständnis und einer stabilen regionalen Versorgung beizutragen.
