Lokales FD 02.11.2025

Der „Zugezogene“ legt los – Hohnstein: Gemeinde hält zusammen

Hosenfeld (pf) – Los geht’s: Frederik Hohnstein tritt am Samstag das ehrenwerte Amt des Bürgermeisters von Hosenfeld an – eine Aufgabe, die ihn mit Stolz erfüllt, aber auch eine Umstellung in vielen Bereichen ist. Im Gespräch mit Osthessen-Zeitung benennt er zum Start wichtige Themen und teilt seine Vorfreude, für die Gemeinde arbeiten zu dürfen.

Bei der Amtseinführung am Donnerstagabend bekam er schon mal das Schild für seinen Schreibtisch: Frederik Hohnstein. Foto: Silas Messing

Zunächst zieht Hohnstein in ein „nacktes“ Büro ein, das von Peter Malolepszy freigeräumt wurde. Am Samstag startete der 41-Jährige offiziell in sein Amt, und hat auch direkt den ersten Termin im Kalender: Er besucht ein Tischtennis-Turnier der Jugendfeuerwehr. So richtig los geht es dann am Montag, allerdings beginnt Hohnstein nicht bei null: Auf Urlaub verzichtete er seit seiner Wahl, dafür konnte Malolepszy ihn schon seit rund vier Wochen einarbeiten. Auch darüber hinaus war der neue Rathauschef fleißig: „Ich habe im Landratsamt Station gemacht, Seminare zu verschiedenen Themen besucht, die mich schon vorbereitet haben. Aber es geht natürlich erstmal mit einem Einstand los“.

Danach heißt es, sich im System zurechtzufinden, wobei Hohnstein bereits viele Kollegen kennengerlernt hat: „Ich wurde super aufgenommen und in sehr vieles eingebunden. Es sind ja viele Dinge, die über Peters Amtszeit hinausstrahlen. Er hat viele Sachen angestoßen, und dazu sind viele Informationen an mich herangetragen worden“. Respekt vor der Aufgabe mag er auch haben, aber in erster Linie sei es Vorfreude, die ihn beim Start begleitet: „Ich weiß, dass es Herausforderungen gibt. Aber das Schöne ist ja, dass man es nicht allein lösen muss. Ich habe ein starkes Team hinter mir, die Gemeindeverwaltung, die politischen Entscheidungsträger. Ihre Stimme zählt auch, aber ich will natürlich Impulse geben und den Blick aus der freien Wirtschaft mit einbringen“. Zwischen den Zeilen wird bereits deutlich, was dem neuen Bürgermeister wichtig ist: Bei Herausforderungen wie Finanzfragen oder Abwasser-Themen soll zwischen konventionellen Wegen und „um die Ecke denken“ abgewogen werden: „An ein paar Stellen möchte ich auf Sparen achten und Lösungsvorschläge einbringen“.

Vorteilhaft am Job des Bürgermeisters sei natürlich die Nähe: Vorher arbeitete Hohnstein in Frankfurt und wohnte auch unter der Woche dort. Nun freue er sich darauf, in der Mittagspause bequem zum Essen nach Hause fahren zu können. Der Weg aus Hainzell ins Rathaus ist im Vergleich zum vorherigen Arbeitsweg absolut überschaubar, im Somme wolle Hohnstein dann auch mal das E-Bike nutzen. Auch auf die Arbeit am Wochenende freue sich Hohnstein durchaus und weiß, „dass das ja meistens auch schöne Termine sind“.

Als „Zugezogener“ startet er mit einem guten Gefühl in das Bürgermeisteramt und betont, „dass es hier in der Gemeinde einen großen Zusammenhalt gibt. Das ist positiv und darauf kann man aufbauen“. Finanziellen Themen und den Herausforderungen des demografischen Wandels stellt er sich mit Geduld und Eifer: „Das kann man nicht alles von heute auf morgen lösen, aber anfangen, an den richtigen Stellschrauben zu drehen“.