Bereits im Vorfeld der Partie warnte Frauenholz vor dem Japaner Shunsuke Togami – und das mit Recht: An Position drei gesetzt ließ der Weltranglisten-20. Maberzells Starspieler Dimitrij Ovtcharov nicht den Hauch einer Chance: „Dima“ konnte sich zwar den dritten Durchgang sichern (11:7), letztendlich brachte Togami die Partie aber in vier Sätzen nach Hause – der Maberzeller kämpfte nochmal, besonders in den ersten beiden Durchgängen zeigte der Japaner Ovtcharov aber die Grenzen auf und gewährte dem Deutschen nur acht Punkte. „Er hat genau das abgeliefert, was wir erwartet haben“, bilanzierte Frauenholz nach dem starken Auftritt des Togamis.
Es war zu diesem Zeitpunkt das so wichtige 2:1 für den amtierenden Meister, weil der an Position eins gesetzte Jonathan Groth etwas überraschend gegen den aus der Ukraine stammenden Österreicher Andreas Levenko in fünf Sätzen verlor: Im ersten Durchgang bewies der Däne auf Seiten des TTC Nervenstärke und wehrte Satzbälle ab, die folgenden zwei Sätze gingen jedoch relativ deutlich nach Ochsenhausen (6:11 aus Maberzeller Sicht). Groth schlug im vierten Durchgang zwar noch einmal zurück, im Entscheidungssatz hatte Levenko jedoch die besseren Nerven.
Besser machte es Trainersohn Fanbo Meng an Position zwei: Gegen den gefährlichen Youngster Iulian Chirita aus Rumänien fand Meng zu Beginn überhaupt nicht in die Partie (4:11 in ersten Satz), trumpfte aber im Anschluss auf: Satz zwei ging klar nach Fulda, und auch in den folgenden beiden Sätzen konnte Meng die entscheidenden Punkte für sich verbuchen: Viersatzerfolg und der zwischenzeitliche Ausgleich. „Er hat heute ein Riesenspiel gemacht“, lobte Frauenholz.
An Position vier war damit wieder Jonathan Groth an der Reihe, diesmal gegen Chirita – nach der Niederlage Ovtcharovs ging es für die Maberzeller bereits um alles. Groth und der Rumäne lieferten sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel, allerdings hatte der rumänische Youngster in den entscheidenden Momenten stets die Nase vorne: Mit jeweils nur zwei Punkten Unterschied gingen die ersten beiden Sätze an den amtierenden Meister, Groth sicherte sich dann seinerseits den dritten Durchgang und verkürzte nochmal – und im vierten Satz sah dann alles danach aus, als könnte der Däne tatsächlich noch den Entscheidungsdurchgang erzwingen. Groth lag zwischenzeitlich bereits mit vier Punkten vorne, Chirita kämpfte sich aber zurück und erarbeitete sich Matchbälle: Die ersten beiden konnte Groth noch abwehren, verlor den Satz aber schlussendlich mit 12:14 – und die Maberzeller damit das Spiel. „Wir haben mit der Aufstellung von Ochsenhausen nicht gerechnet“, gestand Stefan Frauenholz: „Wir haben Shunsuke Togami an eins erwartet. Aber die Chancen waren auch mit dieser Aufstellung da“, haderte der TTC-Präsident und verwies auf den diesmal unglücklichen Auftritts Groths: „Er hat heute leider nicht überzeugen können. Die Möglichkeiten, in den fünften Satz zu gehen, waren da.“
Durch die zweite Niederlage innerhalb einer Woche rücken die Playoff-Plätze für die Fuldaer damit bereits in weiter Ferne: Borussia Düsseldorf liegt mit 10:4 Punkten auf Platz vier und hat noch ein Spiel in der Hinterhand, der TTC musste Ochsenhausen passieren lassen und findet sich mit 8:8 Punkten auf Platz sechs wieder.
TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell – TTF Ochsenhausen 1:3
Jonathan Groth – Andreas Levenko (12:10, 6:11, 6:11, 11:8, 5:11)
Fanbo Meng – Iulian Chirita (4:11, 11:6, 11:8, 11:9)
Pause
Dimitri Ovtcharov – Shunsuke Togami (5:11, 3:11, 11:7, 7:11)
Jonathan Groth - Iulian Chirita (9:11, 10:12, 11:8, 12:14)
