Tischtennis 21.11.2025

Bundesliga/Pokal – Schlüsselspiel und Härtetest: TTC will die Wende

Fulda (jah) – Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat in der Tischtennis-Bundesliga zuletzt ordentlich Federn gelassen: Durch zwei Niederlagen in Folge ist das Team von Cheftrainer Qing Yu Meng auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht – und das Ziel, die Playoffs zu erreichen, droht verpasst zu werden. Gegen den Post SV Mühlhausen soll nun am Sonntag (14 Uhr) die Wende gelingen, bevor es nur einen Tag später auch im Pokal gegen Grenzau zur Sache geht. Mit einem Sieg würden sich die Fuldaer für das Final Four am 4. Januar in Neu-Ulm qualifizieren – und Selbstvertrauen tanken für die Aufholjagd in der Liga.

Auf ihn wird es beiden Duellen besonders ankommen: Dimitrij Ovtcharov. Foto: Christine Görlich

Mit 8:8 Punkten liegt das Team von Qing Yu Meng im Tabellenmittelfeld, punktgleich mit dem kommenden Gegner: Der SV Mühlhausen befindet sich hinter dem TTC in Lauerstellung und würde mit einem Auswärtssieg in der Hubtex-Arena an den Fuldaern vorbeiziehen – das wollen Dimitrij Ovtcharov und Co. natürlich verhindern, auch, um den Abstand zu den Playoff-Plätzen nicht noch größer werden zu lassen. Mit 10:6 Punkten hat das letzte Ticket aktuell der TTC Schwalbe Bergneustadt in der Tasche.

Mit Mühlhausen wartet nun ein kleines Derby auf die Maberzeller: Der Post SV reist aus Thüringen an, Mühlhausen ist mit 36.353 Einwohnern die neuntgrößte Stadt des Nachbarbundeslandes und liegt nur kurz hinter der hessischen Landesgrenze. Nach einem starken Saisonstart mit drei Siegen in Folge mussten auch die Gäste zuletzt Federn lassen, ähnlich wie die Maberzeller. Zwar setzte sich die von Erik Schreyer betreute Mannschaft zuletzt gegen den Tabellenletzten Bad Königshofen durch, verlor zuvor aber vier Spiele in Folge. „Das ist eine sehr gute Mannschaft“, betont Qing Yu Meng: „Wir haben letzte Saison gegen sie verloren und entsprechend noch eine Rechnung offen. Die wollen wir begleichen“, gibt sich der Maberzeller Coach angriffslustig, ordnet aber auch ein: „Es ist ein 50:50-Spiel. Sie haben mit Marcos Freitas einen sehr starken Portugiesen und mit Kay Stumper einen Spieler, der Dimitrij Ovtcharov international bereits bezwingen konnte.“

Während Meng gegen Mühlhausen ein Duell auf Augenhöhe erwartet, sieht es im Pokal anders aus: Am Montag kommt mit dem TTC Zugbrücke Grenzau ein Team nach Fulda, dass erst zwei Saisonsiege verbuchen konnte – einen davon allerdings gegen den aktuellen Tabellenvierten Bergneustadt. Dennoch gehen die Maberzeller als Favorit in die Partie, mit dem klaren Ziel, das Final Four Anfang des kommenden Jahres in Neu-Ulm zu erreichen – ohne die Gäste aus dem Westerwald in Rheinland-Pfalz dabei zu unterschätzen, wie Qing Yu Meng hervorhebt: „Wir haben in der letzten Saison zwei Mal gegen Grenzau verloren. Dass sie aktuell Vorletzter sind, sagt nicht viel aus.“

In beide Partien wird der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit dem bewährten Personal gehen, Kao Cheng-jui fehlt den Fuldaern weiterhin – Präsident Stefan Frauenholz hofft aber noch auf einen Einsatz des Taiwanesen in diesem Jahr: „Er ist nach wie vor verletzt, die gute Nachricht ist aber, dass er nicht operiert werden muss. Er will demnächst wieder mit dem Training beginnen und könnte uns dann für die letzten beiden Spiele im Dezember zur Verfügung stehen, das hat er uns in Aussicht gestellt und von den Ärzten gibt es, Stand jetzt, auch grünes Licht dafür.“