„Warum sollen wir nicht schaffen können, was Grünwettersbach geschafft hat?“, hatte Evgeny Fadeev vor der Partie beim SV Werder Bremen gefragt. Damit spielte der Coach von Borussia Dortmund auf das 3:0 des ASC gegen die Bremer an, durch das Werder am vergangenen Sonntag die Tabellenführung verloren hatte. Der Coup gelang dem BVB am Freitagabend allerdings nicht: Mit dem 3:0 sicherte sich Bremen die Rückkehr an die Tabellenspitze. Mit nun 14:4 Punkten stehen die Hanseaten vorerst wieder vor Borussia Düsseldorf (12:4).
Die Dortmunder (6:12 Punkte) traten in Bremen ohne die beiden Topstars Kristian Karlsson und Anders Lind an, dafür rückte Adam Szudi auf Position eins. Der 29-Jährige fand gegen Irvin Bertrand allerdings überhaupt nicht ins Spiel: Der Bremer zeigte eine glänzende Leistung und bewies einmal mehr, eine wertvolle Verstärkung für Werder zu sein. Mit dem 3:0 gegen Szudi stellt Bertrand auf 2:0 für die Gastgeber. Zuvor hatte Kirill Gerassimenko ein 3:2 gegen Alberto Mino geholt. „Ich habe in dieser Saison noch nicht so viele Spiele gemacht. Daher war es etwas schwer, den Rhythmus zu finden“, sagte Mino am Dyn-Mikrofon. Für den 35-Jährigen war es das dritte Einzel der Saison. Nach der Pause sorgte Mattias Falck für den deutlichen Erfolg der Gastgeber: Gegen Cedric Nuytinck erkämpfte sich der Vize-Weltmeister von 2019 ein 3:2. „Er ist ein starker Spieler und hat viel Druck ausgeübt. Darauf musste ich mich einstellen“, sagte Falck über das Match gegen Nuytinck und ergänzte: „Natürlich hatten wir heute auch etwas Glück, dass Dortmund ohne Anders Lind und Kristian Karlsson gespielt hat.“
„Togami ist kaum zu schlagen“: Ochsenhausen auf dem Vormarsch
Weiterhin auf dem Vormarsch sind die TTF Liebherr Ochsenhausen: Das 3:1 gegen den TSV Bad Königshofen war der sechste Sieg aus den jüngsten sieben TTBL-Partien. Zwei Tage zuvor hatte sich der amtierende Deutsche Meister zudem das Ticket für das Liebherr Pokal-Final Four gesichert durch ein 3:2 im Pokal-Viertelfinale gegen den Post SV Mühlhausen. Mit nun 12:6 Punkten steht Ochsenhausen vorerst auf Platz drei vor dem 1. FC Saarbrücken TT und dem TTC Schwalbe Bergneustadt (beide 10:6). „Ich bin sehr glücklich über unseren Sieg und mit der schönen, starken Woche, die wir hinter uns haben“, sagte Ochsenhausens Andreas Levenko im Anschluss.
Schlüsselspieler für die TTF war erneut Shunsuke Togami: Der Doppel-Weltmeister aus Japan ging am Freitag zweimal an den Tisch, verließ diesen jeweils als Sieger und schraubte seine Saisonbilanz damit auf 9:0 in die Höhe. Zunächst holte Togami ein 3:0 gegen Filip Zeljko; im Spitzeneinzel legte er schließlich ein 3:2 gegen Daniel Habesohn nach. „Es war das erwartet schwere Spiel“, stellte Bad Königshofens Bastian Steger fest. „Togami ist derzeit kaum zu schlagen. Daher hatten wir gehofft, die anderen drei Spiele zu gewinnen – leider haben wir das heute nicht geschafft.“ Die Unterfranken stecken weiterhin im Formtief: Der Vierte der Vorsaison hoffte vergeblich auf den zweiten Saisonsieg, steht nun bei 2:16 Punkten und ist damit Tabellenschlusslicht. Für das zwischenzeitliche 2:0 Ochsenhausens hatte Levenko gesorgt, der mit dem 3:1 gegen Habesohn das Break für die TTF holte. Bad Königshofen, das auf Andre Bertelsmeier verzichten musste, punktete lediglich durch Steger. Der 44-Jährige gewann 3:1 gegen Tiago Abiodun.
SV Werder Bremen – Borussia Dortmund 3:0
Kirill Gerassimenko – Alberto Mino 3:2 (11:9, 11:8, 9:11, 6:11, 11:9)
Irvin Bertrand – Adam Szudi 3:0 (11:8, 11:9, 11:7)
Mattias Falck – Cedric Nuytinck 3:2 (8:11, 13:11, 9:11, 11:6, 11:7)
TTF Liebherr Ochsenhausen – TSV Bad Königshofen 3:1
Shunsuke Togami – Filip Zeljko 3:0 (11:7, 11:6, 12:10)
Andreas Levenko – Daniel Habesohn 3:1 (11:3, 7:11, 11:5, 11:8)
Tiago Abiodun – Bastian Steger 1:3 (11:9, 7:11, 5:11, 7:11)
Shunsuke Togami – Daniel Habesohn 3:2 (11:5, 11:13, 11:8, 8:11, 11:5)
Tabelle:
1 | SV Werder Bremen | 9 | +10 | 14:4 |
2 | Borussia Düsseldorf | 8 | +8 | 12:4 |
3 | TTF Liebherr Ochsenhausen | 9 | +6 | 12:6 |
4 | 1. FC Saarbrücken | 8 | +8 | 10:6 |
5 | 8 | +6 | 10:6 | |
6 | ASC Grünwettersbach | 8 | +2 | 8:8 |
7 | TTC Fulda-Maberzell | 8 | -1 | 8:8 |
8 | Post SV Mühlhausen | 8 | -2 | 8:8 |
9 | Borussia Dortmund | 9 | -8 | 6:12 |
10 | OE Bad Homburg 1987 | 8 | -5 | 6:10 |
11 | TTC Zugbrücke Grenzau | 8 | -9 | 4:12 |
12 | TSV Bad Königshofen | 9 | -15 | 2:14 |
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