Die MINT-Messe, organisiert von der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU), der Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft-Hessen und Procter & Gamble, stand unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Astrid Wallmann. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 19 Schulen stellten, dort ihre Projekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vor. Der prämierte Beitrag der Beruflichen Schulen Obersberg verknüpft zwei Bildungsrichtungen, die auf den ersten Blick kaum Berührungspunkte haben: Technik und Sozialpädagogik. Im Rahmen des Projekts erarbeiteten angehende Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit Studierenden der Fachschule für Technik Experimente, die kindgerecht naturwissenschaftliche Phänomene erklären und erlebbar machen.
Beim zweiten Experimentiertag erforschten die Studierenden in gemischten Teams Themen wie Magnetismus, Elektrizität, Mikroskopie und einfache chemische Reaktionen. Lehrkräfte aus den Bereichen Sozialwesen, Elektrotechnik, Chemie, Biologie und IT begleiteten die Arbeit.
Das Ziel: MINT-Themen frühkindlich vermitteln und Hemmschwellen abbauen – sowohl bei den Studierenden als auch später bei den Kindern, mit denen sie in ihrer pädagogischen Praxis arbeiten werden. „Wir wollen zeigen, dass Technik und Naturwissenschaften nichts Abstraktes sind, sondern spannende Bestandteile kindlicher Lebenswelten. Wenn Erzieherinnen und Erzieher selbst Freude daran entwickeln, geben sie diese Begeisterung weiter“, betont Oberstudienrat Thorsten Scherp.
Der dritte Platz bei der MINT-Messe ist für die Beruflichen Schulen Obersberg nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Motivation, die Verknüpfung von Technik und Pädagogik weiter auszubauen. Neben der Fachschule für Sozialwesen und der Fachschule für Technik waren auch zahlreiche Lehrkräfte aus verschiedenen Fachrichtungen beteiligt, die das Projekt durch ihre Expertise begleiteten.
Schulleiter Guido Lomb gratulierte dem Projektteam herzlich: „Diese Auszeichnung zeigt, dass praxisorientierte Bildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht nur Lernende begeistern, sondern auch auf Landesebene überzeugen. Wir sind stolz auf unsere Studierenden und Lehrkräfte, die hier mit Engagement und Kreativität Maßstäbe setzen.“ Das Projekt Fachschule für Technik meets & educate Fachschule für Sozialwesen: „MINT von Anfang an – Forschen, Staunen, Verstehen“ soll künftig fest im Curriculum der Fachschule für Sozialwesen verankert werden und als Beispiel für innovative Zusammenarbeit zwischen technischen und pädagogischen Bildungsgängen dienen.
