Lokales MKK 24.11.2025

Artistische Flucht scheitert: Mann fällt durch Zwischendecke

Oberdorfelden (pm/jah) – Die Polizei nimmt rund um die Uhr allerhand Sachverhalte auf. Dass es dabei hin und wieder auch zu kuriosen Begebenheiten kommt, zeigte sich einmal mehr am Wochenende in Oberdorfelden im Main-Kinzig-Kreis: Dort war es am Sonntag in einer Spielothek zu einem ungewöhnlichen, mutmaßlichen Diebstahl gekommen, der nicht nur untypisch begann, sondern auch ein überraschendes Ende fand - mit der Festnahme eines 34-Jährigen, der ganz offensichtlich recht artistisch vorging, zu seinem Leidwesen aber auch glücklos.

Symbolfoto: Christine Görlich

Kurz vor Schließung, so die bisherigen Erkenntnisse, hatte sich der Mann offenbar in der Spielhalle in der Falltorstraße versteckt, sodass das Personal davon ausging, es sei niemand mehr da und folglich gegen 4 Uhr in der Früh abschloss. Unbehelligt soll der Verdächtige dann die Tageseinnahmen aus der Kasse genommen haben, ehe er versuchte zu flüchten. Reißaus nehmen wollte er eigentlich über die Tür, doch die war verschlossen, weshalb er nach eigenen Angaben einen Ausweg über die Zwischendecke über das Dach suchte. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch: Die Zwischendecke brach ein, der Mann krachte in den Innenraum. Mehrere herausgebrochene Teile der abgehängten Decke zeugten davon. Um nicht entdeckt zu werden, habe er sich abermals versteckt – es ging abermals zurück in die Zwischendecke, wo er sich auch während der polizeilichen Anzeigenaufnahme am Morgen zunächst unbemerkt aufhielt. Auch eine gründliche Absuche des Gebäudes änderte daran vorerst nichts.

Gegen 14 Uhr folgte dann der erneute Notruf: „Hier ist jemand durch die Decke gefallen" - so in etwa lautete die Mitteilung, die die Streifen erneut zu der Anschrift eilen ließ. Auch in dem Fall gelang dem 34-Jährigen die Flucht nicht, denn bis zum Eintreffen der Uniformierten wurde er durch die Mitarbeiter in der Spielothek eingeschlossen. Im Zuge der vorläufigen Festnahme stellten die Polizisten fest, dass er das Geld aus der Kasse, mehrere hundert Euro, noch einstecken hatte. Für weitere Maßnahmen, unter anderem eine erkennungsdienstliche Behandlung, musste der 34-Jährige, der sich bei dem Ganzen offensichtlich nur leichte Blessuren zuzog, vorübergehend mit zur Dienststelle. Der Sachschaden, den er angerichtet haben soll, wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.