Lokales FD 28.11.2025

Arbeitslosigkeit geht leicht zurück –- Chancen besonders für Jüngere

Fulda/Bad Hersfeld (pm/pf) – Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im November gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt nun bei 7596 und somit um 144 niedriger als im Oktober. Parallel sank die Arbeitslosenquote auf 3,9 Prozent (Vormonat: 4,0 Prozent). Sie ist bei weitem die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 5,7 Prozent). Das meldet die Arbeitsagentur für den Bezirk Bad Hersfeld-Fulda.

Symbolfoto: Pascal Fischer

Vom Minus im Vergleich zum Vormonat konnten alle Personengruppen profitieren, am stärksten jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren (-4,2 Prozent auf 904.) und Menschen ohne deutschen Pass (-3,5 Prozent auf 2.946), allerdings ergibt sich diese Entwicklung ausschließlich aus dem Rückgang im Landkreis Fulda.

„Wir sehen weiterhin im Vorjahresvergleich einen deutlichen Anstieg in der Arbeitslosenversicherung – um knapp 22 Prozent. Gleichzeitig sehen wir viele Chancen. Insbesondere bei jungen Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund sehen wir Erfolge auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Matthias Dengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Binnen Jahresfrist stieg die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um 2465 bzw. 6,5 Prozent an. Das stärkste Plus zum Vorjahresmonat weist die Gruppe der älteren Arbeitslosen auf.  Aktuell sind 2.280 Personen über 50 Jahren erwerbslos gemeldet. Das sind 177 mehr als vor einem Jahr (+8,4 Prozent). Bei Männern stieg die Arbeitslosigkeit mit +8,2 Prozent doppelt so stark an wie bei Frauen, während die Arbeitslosigkeit bei Personen unter 25 Jahren sowie bei Ausländer*innen abnahm – jeweils um 14,6 bzw. 0,5 Prozent.

Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg insgesamt 2298 Stellen zur Besetzung vor - 87 weniger als vor einem Jahr.

Kurzarbeit

Die Unternehmen in der Region nutzen weiter aktiv das Instrument der Kurzarbeit zur Sicherung von Beschäftigungsverhältnissen. Im Agenturbezirk haben im November 16 weitere Betriebe für insgesamt 253 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

 

Landkreis Fulda: Arbeitslosigkeit geht leicht zurück / Mehr freie Stellen als vor einem Jahr

Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im November gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt nun bei 4803 und somit um 100 niedriger als im Oktober. Parallel sank die Arbeitslosenquote auf das Niveau des Vorjahres von 3,7 Prozent (Vormonat: 3,8 Prozent). Sie ist bei weitem die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 5,7 Prozent).

Von der positiven Entwicklung im Vergleich zum Vormonat konnten alle Personengruppen profitieren, am stärksten jüngere Arbeitslose (-8,1 Prozent auf 534) und Menschen ohne deutschen Pass (-4,1 Prozent auf 1964).

„Wir sehen weiterhin im Vorjahresvergleich einen deutlichen Anstieg in der Arbeitslosenversicherung – um fast 19 Prozent. Gleichzeitig sehen wir viele Chancen. Insbesondere bei jungen Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund sehen wir Erfolge auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Matthias Dengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Binnen Jahresfrist stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 204, bzw. 4,4 Prozent an. Das stärkste Plus zum Vorjahresmonat weist die Gruppe der älteren Arbeitslosen auf.  Aktuell sind 1.407 Personen über 50 Jahren erwerbslos gemeldet. Das sind 139 mehr als vor einem Jahr (+6,9 Prozent). Besonders vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen waren auch Männer (+5,5 Prozent auf 2655), während die Arbeitslosigkeit bei Personen unter 25 Jahren sowie bei Ausländer*innen abnahm – jeweils um 0,7 bzw. 3,0 Prozent.

Bei der Agentur für Arbeit in Fulda sind aktuell 1.951 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 21 weniger als im Oktober, jedoch 310 mehr als vor einem Jahr (+18,9 Prozent). Das Jobcenter des Landkreises Fulda registrierte im November 2.852 erwerbslose Personen (-3,6 Prozent zum Vorjahr).

Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig

Trotz der sich abschwächenden Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region weiterhin aufnahmefähig. So haben 366 Personen und damit 35 mehr als im Vorjahresmonat ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beendet.

Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in der Region Fulda derzeit 1467 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 26 mehr als im November vergangenen Jahres.

 

Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Arbeitsmarkt in „Seitwärtsbewegung“ / Männer öfter von Arbeitslosigkeit betroffen

Unverändert liegt die Arbeitslosenquote in der Region Hersfeld-Rotenburg zum Ende des Monats November seit drei Monaten bei 4,3 Prozent. Aktuell sind 2793 arbeitslos gemeldet – 44 weniger als im Oktober. 

„Der Arbeitsmarkt verharrt weiterhin in einer Seitwärtsbewegung. In der Arbeitslosenversicherung steigt die Arbeitslosigkeit weiter stark an im Vergleich zum Vorjahr – um fast 28 Prozent. Gleichzeitig sehen wir Chancen. Insbesondere für lebenserfahrene Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund scheint der Arbeitsmarkt in der Region vergleichsweise offener“, erklärt Matthias Dengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda.

Binnen Jahresfrist stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 261, bzw. 10,3 Prozent an. Das stärkste Plus zum Vorjahresmonat weist die Gruppe der Männer auf (+13,1 Prozent auf 1538); bei Frauen war der Anstieg nur halb so stark (+7,1 Prozent auf 1255).  Stark von der negativen Entwicklung betroffen sind auch ältere Arbeitslose. Aktuell sind 873 Personen über 50 Jahren erwerbslos gemeldet. Das sind 86 mehr als vor einem Jahr (+10,9 Prozent).

Bei der Arbeitsagentur sind derzeit 957 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 207 mehr als im Vorjahresmonat (+27,6 Prozent). Beim Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen um 3,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahres bei 1836.

Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig

Trotz der sich abschwächenden Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region aufnahmefähig. So haben 179 Personen und damit neun mehr als im Vorjahresmonat ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beendet.

Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in Waldhessen derzeit 831 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 113 weniger als im November vergangenen Jahres.