Lokales FD 11.11.2025

AfD Hessen tagt in Neuhof – Neuer Landesvorstand gewählt

Neuhof (pm/as) – In Neuhof hat die AfD Hessen am vergangenen Samstag auf ihrem Landesparteitag die personellen und politischen Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Mit der Wahl eines neuen Landesvorstands und der einstimmigen Annahme einer zentralen politischen Resolution wurde deutlich: Die Zukunft der AfD Hessen wurde in Neuhof entschieden – mit klaren Impulsen aus Fulda.

Pierre Lamely. Archivfoto: Stefan Krug.

Der Kreisvorsitzende der AfD Fulda, Pierre Lamely MdB, wurde mit 83 Prozent der Delegiertenstimmen als stellvertretender Landessprecher bestätigt. Jan Nolte MdB, bislang Beisitzer im Landesvorstand und nominierter Spitzenkandidat für die Fuldaer Kreistagswahl 2026, wurde ebenfalls zum stellvertretenden Landessprecher gewählt. Neu in den Landesvorstand gewählt wurde die stellvertretende Kreisvorsitzende Christine Anderson MdEP als 1. Beisitzerin.

In seiner Bewerbungsrede betonte Lamely die Bedeutung politischer Standhaftigkeit und sprach von der Verantwortung, das gesellschaftliche Klima durch klare Haltung zu verändern. Er erklärte anschließend: „Wir wollen die Erfahrungen und Konzepte, mit denen wir in Fulda erfolgreich sind, künftig auch auf Landesebene nutzbar machen – damit alle Kreisverbände davon profitieren können.“

Eröffnet wurde der Parteitag durch den Kreisgeschäftsführer der AfD Fulda, Frank Schüssler, der zugleich nominierter Spitzenkandidat für die Wahl zur Fuldaer Stadtverordnetenversammlung 2026 ist. In seinem Grußwort setzte Schüssler eine pointierte Spitze gegen Bundeskanzler Friedrich Merz und bezeichnete ihn in Anspielung auf dessen politische Halbwertszeit als „Mr. Radon“: "Beide haben eine Halbwertzeit von 3,8 Tagen".

Besonderen inhaltlichen Akzent setzte die aus Fulda eingebrachte und vom Landesparteitag einstimmig verabschiedete Resolution „Bleiben statt gehen – und zurückholen, wen wir verloren haben“. Der Antrag, eingebracht von Pierre Lamely, fordert eine nationale Bleibe- und Rückkehrstrategie für ausgewanderte Deutsche und eine Politik, die Leistung wieder belohnt, Familien stärkt und Deutschland als Lebens- und Arbeitsstandort wieder attraktiv macht.

Für seine langjährigen politischen Verdienste, insbesondere im Raum Neuhof, wurde zudem Martin Hohmann im Rahmen des Parteitags geehrt.

Der Kreisverband Fulda sieht in der starken Präsenz seiner Vertreter im neuen Landesvorstand ein klares Signal: Die AfD Fulda wird ihre erfolgreiche politische Arbeit nun auch auf Landesebene fortsetzen – mit dem Anspruch, Impulse aus der Region in die hessische Gesamtpolitik einzubringen und die AfD Hessen geschlossen in die kommenden Wahlkämpfe zu führen.