Fußball 10.11.2025

A-Liga West – Giemza zieht die Reißleine – Abschied aus Bimbach

Bimbach (sim) – Nach sechseinhalb Jahren ist Schluss: Trainer Darius Giemza hat nach der 1:3-Niederlage in der Fußball-A-Liga West gegen die SG Maberzell/Gläserzell seinen Rücktritt bei der Spvgg. Bimbach erklärt. Der 41-Jährige zieht damit die Konsequenzen aus einer Phase, in der es sportlich zuletzt nicht rund lief – und in der er, wie er selbst sagt, die Mannschaft nicht mehr so erreichte wie zuvor.

Darius Giemza. Archivfoto: privat.

„Unsere Aufgabe als Trainer ist es, den Jungs etwas beizubringen oder zu vermitteln. Ich habe gemerkt, dass das aber nicht mehr klappt und die Jungs neue Impulse brauchen“, erklärt Giemza offen: „Ich hatte einfach Schwierigkeiten, das, was ich vermitteln wollte, durchzubringen – und man darf nicht vergessen: sportlich geht es noch um alles. Da hoffe ich, dass ein neuer Impuls weiterhelfen kann.“ Er betont, dass seine Entscheidung nicht gegen den Verein gerichtet sei: „Der Verein ist absolut gesund, hat klare Ziele, mich immer unterstützt und ist top aufgestellt. In der Zeit, in der ich da war, sind Freundschaften entstanden, und das macht es für mich persönlich bitter. Aber mein Job war das Trainerdasein – und da gehören solche Entscheidungen eben dazu.“

Besonderen Dank richtet Giemza an den Vereinsvorstand: „Ich muss auch noch einmal meinen Respekt an den Vorstand ausrichten – und ganz besonders an Andreas Fritz, der über all die Zeit zu einem guten Freund geworden ist.“ Seine Entscheidung sei nicht aus Frust, sondern im Sinne der Mannschaft gefallen: „Wenn man redet und nicht mehr auf der gleichen Frequenz läuft, wird es schwierig – erst recht, wenn man seine Mittel als Trainer ausgeschöpft hat. Ich habe die Entscheidung im Sinne des Gemeinwohls getroffen, weil die Mannschaft immer im Vordergrund steht. Aber klar ist: Ich mache den Jungs keinen Vorwurf. Das sind alles feine und nette Kerle.“

Nach sechseinhalb Jahren, in denen Giemza mit der Spvgg. Höhen und Tiefen erlebt hat, fällt der Abschied entsprechend schwer: „Ich hatte eine absolut tolle Zeit. Der Abschied tut weh, und ein Stück Herz bleibt immer dort.“ Ganz ohne Fußball wird es für ihn jedoch nicht weitergehen: „Ich kann ohne Fußball nicht. Ich habe mich noch nicht damit beschäftigt, wie und wann es weitergeht, aber ich kann nichts ausschließen. Alles kann, nichts muss – aber eins ist sicher: Mich sieht man definitiv wieder im Fußball. Dafür bin ich viel zu fußballverrückt.“