Die Saison 2006/2007 war die letzte Spielzeit, in der der FV Altengronau ein eigenes Team stellte. Seitdem machte der Verein mit der SG Jossa gemeinsame Sache. Vor wenigen Jahren gesellte sich noch zusätzlich Mittelsinn/Obersinn dazu. Doch damit ist im Sommer nun Schluss. Beinahe zwei Jahrzehnte SG-Geschichte voller Emotionen gehen zu Ende.
Sportlich läuft es bei Sinngrund nicht besonders gut. Mit 13 Punkten zur Winterpause und Platz 16 droht der Abstieg des A-Liga-Teams. Daher haben die Vereinsverantwortlichen des FVA ihre Köpfe zusammengesteckt und kamen zum Entschluss, den Versuch zu wagen, nach beinahe 20 Jahren wieder eigenständig anzutreten. „Wir haben uns Gedanken gemacht, ob wir mit vier Mannschaften in der B-Liga spielen, oder ob wir als eigener Ort, wo die Kapazitäten gut sind, das Projekt Eigenständigkeit nochmal angehen“, erklärt Tobias Beringer aus dem erweiterten Altengronauer Vorstand den Schritt. Bereits seit einigen Monaten sei immer wieder der Gedanke aufgekommen. Vor wenigen Wochen kam der Stein dann aber erst so richtig ins Rollen.
Die knapp 21 Spieler stehen dahinter – und auch Sinngrund-Trainer Max Tutorat konnte für die neue Spielzeit gewonnen werden. Beringer betont mehrmals, dass der Austritt aus der Spielgemeinschaft nichts mit den Vereinen Jossa, Mittelsinn und Obersinn zu tun habe. „Das die Vereine traurig und enttäuscht sind, ist klar. Wir wollen nicht im Bösen auseinandergehen“, hebt er hervor. Trotz der aktuell schweren sportlichen Situation möchte die Mannschaft aber die Runde souverän zu Ende spielen. „Wir wollen als SG Sinngrund um den Klassenerhalt kämpfen“, macht Beringer klar, der zudem Trainer der aktuellen zweiten SGS-Mannschaft ist. In der Reserve sehe es personell deutlich angespannter aus. Ohne die Unterstützung der Alten Herren wären einige Spiele schon ins Wasser gefallen. Daher steht die Zukunft einer zweiten Mannschaft noch in den Sternen. „Ob wir zurückziehen müssen oder nicht, werden wir noch sehen. Da werden noch Gespräche geführt“, erläutert Beringer. Die gemeinsame Jugendarbeit unter dem Namen Sinntal wird fortgesetzt. Tobias Ziegler, Vorsitzender der SG Jossa, konnte auf Nachfrage aktuell noch keine Wasserstandsmeldung abgeben, was die fußballerische Zukunft seines Vereins angeht: „Wir haben noch keine Richtung“.
