Zum einen sei die Kirche nicht für sich selbst da. Ihr Auftrag sei es, den Menschen die befreiende Kraft des Evangeliums zu bezeugen, sie glaubwürdig vorzuleben und für alle Menschen da zu sein. Kirche verfehle ihre Aufgabe, wenn sie sich ständig um sich selbst dreht. Zum anderen sei die Kirche in Deutschland schon lange keine Volkskirche mehr. Kirchenbindung und Religiosität gehen stark zurück, stärker als bisher angenommen. Schon 2022 gehörten weniger als die Hälfte der Menschen in Deutschland den beiden christlichen Kirchen an.
Immer größer werde die Gleichgültigkeit gegenüber der Religion. Gott sei für viele einfach kein Thema mehr. Daraus ergebe sich die Aufgabe, die zukünftige Minderheitenposition des Christentums anzuerkennen und zu fragen, welche Art von Minderheit man sein wolle. Ein spannender Impulsvortrag erwartet die Besucher, der sicher viele Fragen aufwerfen wird und für diesen Abend ein lebendiges Gespräch verspricht.
P. Siegfried Modenbach ist Theologe und Sozialpädagoge, Pallottiner seit 1990, Priester seit 1995, zehn Jahre Jugendseelsorger, fünf Jahre Regens an der Hochschule der Pallottiner in Vallendar, zwölf Jahre Cityseelsorger im Katholischen Forum Dortmund und seit 2021 Leiter des Geistlichen Zentrums Kohlhagen im südlichen Sauerland.
