Lokales FD 11.05.2025

Waldbrand bei Dammersbach – Katastrophen-Übung „Heißes Eisen“

Hünfeld (sk) – Ein Waldbrand zwischen Hünfeld-Rückers und Dammersbach auf einer Gesamteinsatzfläche von 120 Hektar, von denen zwei Hektar in einem sich schnell ausbreitenden Vollbrand standen. Das war das Szenario der diesjährigen Katastrophenschutz-Vollübung im Landkreis. Gelöscht wurde mit Hubschraubern, Wasserwerfern der Bundespolizei und allen verfügbaren Einsatzmitteln der Feuerwehr.

Landrat Bernd Woide und sein Stellvertreter Frederik Schmitt als Übungsbeobachter. Fotos: Stefan Krug

Auch wenn es natürlich niemand wissen konnte, verwies Kreisbrandinspektor Adrian Vogler zu Beginn darauf, dass nach den Bränden am Freitag entlang der Bahnstrecke zwischen Fulda und Bad Hersfeld, die direkt an das Übungsgelände grenzt, die Name „Heißes Eisen“ durchaus aktuell sei.

In Alarmbereitschaft waren die Feuerwehren aus Hünfeld, Burghaun, Petersberg, Eiterfeld, Nüsttal und Rasdorf, die unterstützt wurden von der Bundespolizei, dem THW und dem DRK. In schwer zugänglichem Gelände wie einem ausgedehnten Waldgebiet ging es dabei auch darum, mit relativ geringer Wassermenge einen größtmöglichen Löscherfolg zu erzielen. Dazu dient unter anderem das „Kreisregner-System“, welches einen Wasserschleier mit einer Breite von 30 Metern auf einer bis zu 500 Meter langen Strecke legen kann. Um ein möglichst realistisches Szenario darzustellen, standen an einer Stelle Feuertonnen, natürlich ausreichend überwacht durch die die Feuerwehren, und an einer weiteren das Rauchsimulationssystem der Landesfeuerwehrschule.

Aufmerksame Beobachter der Übung im Dammersbacher Forst waren neben Landrat Bernd Woide, kraft Amtes oberster Leiter der Gefahrenabwehr im Kreis, und seinem Stellvertreter Frederik Schmitt die Bürgermeisterinnen Marion Frohnapfel (Nüsttal) und Dana Hauke (Eiterfeld), sowie die Bürgermeister Benjamin Tschesnok (Hünfeld) und Jürgen Hahn (Rasdorf). Tschesnok hätte an sich auch selbst teilnehmen können – vor kurzem hat er den Grundlehrgang bei der Feuerwehr als Lehrgangsbester abgeschlossen und ist nun Mitglied der Einsatzabteilung in seinem Heimatort Mackenzell. Weitere Beobachter kamen von der Polizei, Hessenforst sowie von benachbarten Feuerwehren aus den osthessischen Landkreisen und Unterfranken. Als Übungsbeobachter fungierten die Leiter der Feuerwehren im Landkreis, die auch später gemeinsam die Übung auswerten sollten.

Woide bedankte sich bei den vielen Einsatzkräften für die Bereitschaft, ihre Freizeit „bei diesem herrlichen Wetter“ in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen: „Das ist nicht selbstverständlich. Kreisbrandinspektor Vogler zog schon während der Übung ein Resümee. „Die Übung läuft aus meiner Sicht sehr gut. Natürlich gibt es, wie bei jeder Übung, Punkte, wo man auch besser werden kann. Wir haben jetzt doch nicht die angepeilten 250 Einsatzkräfte vor Ort, sondern aktuell 150. Jetzt gilt es, die Übung auszuwerten und zu reflektieren. Zu sehen, was wir beim nächsten Mal anders und besser machen können. Zukünftig werden wir jährlich eine ähnliche Übung machen. Mit weiteren gemeinsamen Übungen bekommen wir das gemeinsam gut hin.“ Wie Vogler bestätigte, lag die Entscheidung, weniger Einsatzkräfte anzufordern, im Ermessen der Einsatzleitung, die hier von der ursprünglichen Planung abwich.