Das spiegelte sich auch in den Zahlen wider: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung“, erklärte Vorstandssprecher Walter Mengel: „Die Cost-Income-Ratio (CIR) lag für das Geschäftsjahr 2024 bei 55,3 Prozent. Das bedeutet, dass wir 55,3 Cent aufwenden mussten, um einen Euro zu verdienen.“ Ebenso habe sich das Eigenkapital erfreulich entwickelt und übersteige die aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 12,8 Millionen Euro (0,8 Prozent) auf 1,558 Milliarden Euro. „Aus Sicht der letzten sechs Jahre haben wir damit ein solides Wachstum von vier Prozent pro Jahr erreicht“, konnte Vorstandsmitglied Steffen Roth verkünden. „Unsere Planansätze wurden damit übertroffen, insgesamt sind wir sehr zufrieden. Bei den Kundenkrediten hätte es vielleicht noch etwas mehr sein können, trotzdem ist das aber eine gute Entwicklung.“ Das Betriebsergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessert werden, sogar um 36,1 Prozent. Dennoch gab es auch schwere Zeiten zu bewältigen, wie der Vorstand deutlich machte. „Außerplanmäßig war da zum Beispiel die Zerstörung unserer Filiale in Eiterfeld im Februar“, wie Mengel erklärte. Dabei sei ein Sachschaden von über drei Millionen Euro entstanden. Mengel konnte den anwesenden Mitgliedern dahingehend aber auch gute Nachrichten überbringen: „Die Arbeiten dort gehen planmäßig voran und werden voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.“
Nach der Vorstellung der fast durchweg positiven Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 standen außerdem die Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Hier gab es ein paar Änderungen: Hubert Schmelz erreichte die satzungsgemäße Altersgrenze und schied daher aus dem Aufsichtsrat aus, Christian Dietrich wurde von den Mitgliedern einstimmig zu seinem Nachfolger bestimmt. Torsten Ahnemüller wird dem Aufsichtsrat darüber hinaus aus privaten Gründen auch nicht länger angehören, für ihn wurde jedoch kein Nachfolger bestimmt. „Wir wollen den Aufsichtsrat perspektivisch verkleinern“, erklärte der Vorsitzende Priller dazu. Priller selbst sowie Martin Fritz, Markus Och und Klaus-Dieter Schäfer wurden in ihrem Ämtern einstimmig bestätigt und gehören dem Aufsichtsrat daher weiterhin an.
Roth gab darüber hinaus noch einen Ausblick auf das aktuell laufende Geschäftsjahr. Im Vergleich zu 2024 sei ein leicht rückläufiges betriebswirtschaftliches Betriebsergebnis zu erwarten: „In den weiteren finanziell bedeutsamsten Leistungsindikatoren, CIR und Eigenkapitalrentabilität, erwarten wir dagegen auf einem Niveau, das unseren strategischen Zielgrößen entspricht.“
