Lokales FD 28.05.2025

Vernetzen und vermarkten – Region Fulda GmbH stellt sich vor

Fulda (sk) – In einer gemeinsamen Sitzung der Wirtschafts- und Digitalausschüsse vom Stadt und Kreis Fulda gaben Geschäftsführer Christoph Burkard und Prokurist Christian Vey einen Überblick über die Tätigkeit der Region Fulda GmbH als Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Von links: Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Helge Mühr (Ausschussvorsitzender Stadt), Mario Klotzsche (Ausschussvorsitzender Kreis), Landrat Bernd Woide, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt und Kreistagsvorsitzenden Helmut Herchenhan. Foto: Stefan Krug

Getragen wird die Region Fulda GmbH von Stadt und Landkreis sowie der IHK zu je einem Drittel. Gegründet 2017, es gab allerdings Vorläuferorganisationen seit 1998, werden heute rund 15 „Vollzeitäquivalente“ an Personen beschäftigt bei einem Umsatz von 2,25 Millionen Euro. Eines der Hauptziele ist die Vernetzung aller wirtschaftlich tätigen Unternehmen und Akteure – im beratenden Beirat sind somit auch die Kreishandwerkerschaft und die Hochschule vertreten. 600 Unternehmen sind  Mitglied, bei denen mit 25.000 rund ein Viertel aller Arbeitnehmer im Kreis beschäftigt sind.

Die Gesellschaft hat sich selbst eine „Themenpriorisierung“  gesetzt. An erster Stelle stehe das Standortmarketing, wie Burkard erläuterte, mit der Bewerbung der „Region als wirtschaftsstarker Standort mit hoher Lebensqualität“. Wie Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld erklärte sei dabei problematisch, dass es im Stadtgebiet praktisch keine freien vermarktbaren Flächen gebe. Burkard bestätigte dazu, dass „Unternehmen immer schneller entscheiden“, so dass Flächen schon zur Verfügung müssten. Zur Frage von Robert Vey (SPD) zu den Good-Year-Flächen musste er bestätigen: „Auf dem Gebiet der Gummi haben wir kein Ticket drin.“

Das nächste wichtige Thema sei laut Burkard, Fach-Nachwuchskräfte für die Region zu gewinnen und zu binden. Trotz der augenblicklich „eingetrübten Konjunktur“ sei dieses Thema weiter akut: „Bis 2030 werden in der Region 11.000 Fachkräfte fehlen. Davon 8000 mit einem Ausbildungsabschluss und 3000 mit einem Studium.“ Helge Mühr (FDP) fragte dazu nach Gründen. Burkard erklärte es allein mit dem demografischen Wandel, durch den sehr viel mehr Beschäftigte aus dem Arbeitsleben ausscheiden als neue durch Jugendliche dazukommen.

Des Weiteren kümmert sich die Gesellschaft um die Unterstützung bei Transformations- Kooperations- und Innovationsprozessen im Bereich der Technologie und Digitalisierung. So sei Fulda Vorreiter mit zwei im kommenden Monat öffnenden Wasserstofftankstellen in Michelsrombach und Welkers. Dazu Christian Vey: „Die Fahrzeughersteller setzen auf Wasserkraft und entwickeln dazu neue Modelle. Es dauert aber noch drei bis fünf Jahre, bis es richtig hochläuft.“ Intensiv werde auch an Fulda als „Gründerregion“ gearbeitet und die „Entwicklung und Unterstützung regionaler Wertschöpfungsketten“ unterstützt.

Gemeinsame Ausschusssitzung im Stadtschloss. Fotos: Stefan Krug.