Die Ausgangslage vor dem Schlager ist klar: Der SVN konnte am Wochenende in Udenhausen einen Pflichtsieg verbuchen, spielerisch hatte das Team von Alexander Bär jedoch noch massiv Luft nach oben. Flieden verlor zwar deutlich in Eichenzell, war aber zumindest in der ersten Stunde die klar bessere Mannschaft. Wie so oft vergab die Elf aus dem Königreich aber beste Chancen und bekam dafür die Quittung. Jetzt steht Flieden zwei Punkte vor dem Nachbarn aus der Kaligemeinde, hat außerdem ein Spiel weniger absolviert.
„Dennoch gilt: Verlieren verboten“, macht Buchonen-Trainer Christian Kreß das Prinzip deutlich: „Es sind traditionell enge Spiele gegen Neuhof, das ist ein guter Gegner. Wir wollen über das Kollektiv kommen, eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen und uns aus dem kleinen Tal wieder rausarbeiten.“ Vor der Niederlage in Eichenzell unterlag Flieden am heimischen Weiher bereits der SG Bronnzell, wäre sonst vermutlich bereits mehr oder weniger gerettet. Personell kann Kreß immerhin aus dem Vollen schöpfen. „Da ist alles beim Alten, gegen Eichenzell hat sich zum Glück niemand verletzt“, bestätigt der Trainer. Ähnlich geht es Alexander Bär auf der anderen Seite, der bis auf Nikola Naumoski auch auf den kompletten Kader bauen kann. „Er hat sich im Pokal gegen Johannesberg einen zweifachen Rippenbruch zugezogen, den Sieg haben wir leider teuer bezahlt“, erklärt Bär, der wohl in den verbleibenden vier Saisonspielen auf den 22-Jährigen Nordmazedonier verzichten muss: „Immerhin muss er nicht operiert werden, das ist Glück im Unglück.“
Ansonsten erwartet Bär eine schwierige, emotionale Partie; „die außer der Öffentlichkeit sportlich eigentlich kein Mensch braucht. Da sind zu viele Emotionen drin, da geht es um viel zu viel in einem einzelnen Spiel. Beide Teams haben sich vollkommen unnötig in die Situation gebracht, jetzt mitten im Abstiegskampf zu stecken“, führt der Trainer aus: „Beide Mannschaften haben gewisse individuelle Qualitäten, die in der Liga eigentlich nichts zu suchen haben.“ Generell gelte es aber, alles vorher Geschehene irgendwie auszublenden. „Es zählt nur das Hier und Jetzt, die Tagesform wird entscheidend sein. Alles, was vorher war, ist egal“, bringt es Bär abschließend auf den Punkt.
