Die besten Karten aller bedrohten Teams hat auf dem Papier aktuell der FC Eichenzell. Die Mannschaft von Trainer Romeo Andrijasevic belegt mit 36 Punkten den neunten Rang und hat die direkten Duelle mit Dörnberg, Flieden und Bronnzell allesamt für sich entschieden. Mit einem Heimsieg gegen den OSC Vellmar könnte der FCB am Sonntag (15 Uhr) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, zumal an den letzten beiden Spieltagen zwei weitere direkte Duelle warten: Für Eichenzell geht es noch gegen Sandershausen und Eiterfeld/Leimbach. Die Britannia hat also alles in der eigenen Hand, und der letzte Auftritt in Kassel machte trotz deutlicher Niederlage Mut. „Die Einstellung war gerade in der zweiten Halbzeit sehr gut, wir haben gefightet und alles reingeworfen, was wir hatten“, sagt Andrijasevic, der mit einem guten Gefühl auf das anstehende Spiel gegen Vellmar blickt: „Ich bin zuversichtlich gestimmt. Auf der Leistung bei CSC lässt sich aufbauen.“ Personell trat Eichenzell die Reise nach Nordhessen mit dem allerletzten Aufgebot an, die Situation könnte sich laut dem Trainer zumindest etwas entspannen: „Vielleicht kommen zwei oder drei Leute zurück, das entscheidet sich aber erst am Freitag nach dem Abschlusstraining.“
Ganz anders sieht die Situation ein paar Kilometer weiter aus. Die SG Bronnzell hat das Duell bei der SG Hombressen/Udenhausen nun endgültig am Grünen Tisch verloren und steht nach dem Verlust dieser drei Punket bei nur noch 32 Zählern. Am Sonntag (15 Uhr) erwartet die Viktoria nun ein absolutes „Do-or-die“-Spiel, wenn die TSG Sandershausen in der heimischen Heppeau zu Gast ist. „Es geht um alles, es zählt nur ein Sieg“, macht Trainer Johannes Ihrig deutlich: „Vor allem durch den Punktabzug haben wir jetzt die Situation, dass wir auch auf die Konkurrenz schauen müssen.“ Dafür müsse sein Team aber grundsätzlich erstmal die eigenen Hausaufgaben erledigen, ansonsten erübrigt sich auch der Blick auf andere Sportplätze: „Wir brauchen diese drei Punkte. Und dem Gegner können wir mit einem Sieg praktisch den Todesstoß versetzen.“ Die Gäste stehen noch zwei Punkte schlechter da als Bronnzell und könnten bei einer Niederlage, abhängig natürlich auch von den Ergebnissen der Konkurrenz, nach diesem Spieltag bereits als dritter sicherer Absteiger feststehen. Verzichten muss die SG Bronnzell im Abstiegsschlager voraussichtlich lediglich auf Maximilian Balzer, der sich im Spiel gegen Vellmar am vergangenen Wochenende eine Zerrung zugezogen hatte. Derweil wurden im Pokal gegen Neuhof (1:4) unter der Woche einige Leute geschont, hinter Niklas Breunung steht für Sonntag auch noch ein kleines Fragezeichen.
Ähnlich sieht die Lage im Königreich aus: Auch die Buchonia muss noch bangen, hält nach dem Bronzeller Punkt-Verlust aber alle Trümpfe wieder in der eigenen Hand. „Natürlich geht der Blick auch auf die anderen Plätze, es ist aber wichtig, dass wir einfach unsere Hausaufgaben erledigen. Es ist ein Must-Win-Spiel“, verdeutlicht Trainer Christian Kreß, der mit seinem Team jetzt auch in der Tabelle einen Schritt nach vorne machen will: „Neuhof ist ja spielfrei, wir wollen aber auch einfach für den Kopf wieder gewinnen.“ Gegner ist am Samstag im Auswärtsspiel die bereits abgestiegene SG Aulatal, Kreß legt den Fokus aber ohnehin mehr auf die eigene Mannschaft: „Letztendlich ist die Frage, wer wie viele Schläge einstecken kann. Ich bin aber guter Dinge, wir haben gut trainiert und sind total fokussiert.“
Zumindest etwas besser steht die SG Eiterfeld/Leimbach da, mit 36 Zählern ist die SGEL aktuell punktgleich mit Dörnberg und Eichenzell. Das Team von Andreas Herzberg muss am Sonntag bereits um 13 Uhr bei Hessen Kassel II antreten – auf dem Papier eine äußerst unangenehme Aufgabe, jedoch befinden sich die Löwen in keiner guten Form und haben erst vor kurzem Trainer Christian Andrecht entlassen. Aus den vergangenen drei Spielen holten die Nordhessen nur einen Zähler, Tabellenplatz zwei und die damit verbundene Relegation wurde mittlerweile verspielt. Die Vorzeichen für die SGEL könnten jedenfalls schlechter sein. Darüber hinaus ist der SV Neuhof an diesem Wochenende spielfrei und somit zum Zuschauen verdammt, was die Konkurrenz auf den anderen Plätzen macht.
Verbandsliga
Samstag
15 Uhr
Lichtenauer FV – Bad Soden
Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach – Barockstadt Fulda-Lehnerz (in Hundelshausen)
Sonntag
13 Uhr
Hessen Kassel II – Eiterfeld/Leimbach
15 Uhr
Bronnzell – Sandershausen
Eichenzell – Vellmar
Aulatal – Flieden (in Kirchheim)
Hombressen/Udenhausen – TSV Wabern (in Udenhausen)
