Für die Gäste geht es noch um alles: Der Abstiegskampf tobt, die Erfolgserlebnisse hatten sich unter Trainer Andreas Herzberg eingestellt, seit drei Spielen ist die SGEL ungeschlagen. Auf das 4:0 bei Hombressen/Udenhausen folgte das wilde 4:3 in Vellmar, zuletzt ein 1:1 gegen Sandershausen. Das war allerdings Warnung genug: „Sich nur von der Tabelle leiten zu lassen, wäre unprofessionell. Gegen Hombressen war es anfangs auch umkämpft, bis wir es klären konnten, und Sandershausen war jetzt besser als wir, obwohl sie unter uns stehen“, hebt Herzberg den Zeigefinger. Die Eiterfelder wollen am Mittwoch im Derby bei der SG Aulatal wieder einen Dreier einfahren, um auch das Polster auszubauen auf die Abstiegsplätze – denn das Herzberg-Team ist nächste Woche spielfrei.
Außerdem weiß Herzberg, dass die 1:3-Niederlage der SG Aulatal gegen Wabern auch etwas auszusagen hat, weil er den TSV Wabern aus dem eigenen Duell als starken Gegner in Erinnerung habe. Um einen „Schönheitspreis“ werde es am Mittwoch aber nicht gehen – im Abstiegskampf zählen andere Dinge. Ob Steven Rakk wieder mitwirken kann, ist höchst fraglich. Gegen Sandershausen saß er 90 Minuten mit einer Muskelverletzung draußen. „Wir müssen schauen, wie das Spiel läuft und ob er reingeworfen wird“, so Herzberg, der seinen erfahrenen Mann für den Endspurt aber nicht verheizen will. Doch Herzberg betont: „Seine Einstellung zur Mannschaft ist überragend. Er war im Abschlusstraining und hatte sich dann 90 Minuten auf die Bank setzen lassen, obwohl klar war, dass wir ihn nicht einsetzen“, lobt der Coach.
Im Gegensatz zu den Gästen geht es für die SG Aulatal sportlich um nichts mehr. „Wir wollen die letzten Verbandsligaspiele aber genießen und sehen das bereits als Vorbereitung für die kommende Gruppenliga-Saison“, erklärt SGA-Spieler Sebastian Schuch: „Wir wollen uns anständig präsentieren und ordentlich verabschieden. Außerdem sind die Spiele gegen Eiterfeld immer etwas Besonderes, viele Spieler kennen sich.“ Im Derby fehlen werden der privat verhinderte Felix Wind sowie Stürmer Luca Eckhardt, der sich bei der Niederlage gegen Wabern am Sprunggelenk verletzt hat. „Vielleicht ist da auch das Außenband betroffen. Ein MRT steht aber noch aus“, klärt Schuch auf.
