Fußball 02.05.2025

Verbandsliga – Eichenzell will im Derby ein anderes Gesicht zeigen

Osthessen (jah) – Die Saison in der Fußball-Verbandsliga geht in die finale Phase: Im Abstiegskampf kommt es unter anderem zum Derby zwischen Eichenzell und Flieden (Samstag, 15.30 Uhr), die beide zwar über dem Strich stehen, aber nur geringen Vorsprung haben. Außerdem will die SG Bad Soden das Rennen um die Meisterschaft weiterhin spannend gestalten, muss dazu aber beim ebenfalls abstiegsgefährdeten FSV Dörnberg bestehen (Sonntag, 15 Uhr). Auf Schützenhilfe können die Sprudelkicker von der SG Bronnzell hoffen, denn die Viktoria empfängt zeitgleich den Tabellenersten CSC Kassel.

Foto: Christine Görlich.

 

Dörnberg – Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr)

Vorhang auf für die nächste Runde im Fernduell um die Meisterschaft: Durch die Niederlage des CSC Kassel am Wochenende konnte die SG Bad Soden den Rückstand auf den Spitzenreiter wieder auf drei Punkte verkürzen, nun wollen die Sprudelkicker erneut ihre Hausaufgaben erledigen: Gegner ist der abstiegsgefährdete FSV Dörnberg um Leistungsträger Toni Dombai (17 Saisontore). „Dörnberg hat in diesem Jahr eine sehr ordentliche Bilanz, die Niederlage gegen Wabern am Wochenende hat sie wieder etwas zurückgeworfen“, analysiert der Trainer der SG Bad Soden, Lars Schmidt und warnt vor dem Gegner: „Den kleinen Kunstrasen sind wir ja von uns gewohnt, trotzdem bin ich mir sicher, dass das dort ein unangenehmes Spiel wird“, sagt Schmidt und erinnert an ein vergangenes Aufeinandertreffen aus dem Oktober 2023: „Damals haben wir dort souverän 2:0 geführt, uns dann aber völlig aus der Ruhe bringen lassen und konnten am Ende froh sein, noch mit einem 4:4 nach Hause gefahren zu sein. Die Erfahrung, wie Spiele dort ablaufen können, haben wir also.“ Ähnlich dramatisch soll es nach Möglichkeit diesmal nicht werden. „Aber sicher kann man sich dort nie sein“, sagt Schmitt. Um die drei Punkte möglichst mit zurück in den Kurort zu nehmen, kann Schmidt auf das gleiche Personal vertrauen, das Eichenzell mit 10:1 in die Schranken gewiesen hat. Verzichten muss er also lediglich auf die gesperrten Hamed Noori und Till Hilchenbach.

 

Eichenzell – Flieden (Samstag, 15.30 Uhr)

Abstiegskampf ist an den Tannen in Eichenzell angesagt, wenn die heimische Britannia den SV Flieden zum Derby empfängt. Beide Teams stehen aktuell knapp vor den Abstiegsplätzen, beide trennt nur ein Punkt. Vor allem die Eichenzeller wollen nach der 1:10-Klatsche gegen Bad Soden aus der Vorwoche eine Reaktion zeigen: „Ich bin mir sicher, dass wir gegen Flieden ein anderes Gesicht zeigen werden“, gibt sich Britannen-Trainer Romeo Andrijasevic hoffnungsvoll: „Natürlich haben wir das Soden-Spiel aufgearbeitet, letztendlich darf man das aber auch nicht größer machen als es ist. Das darf so nicht passieren, trotzdem war es unter dem Strich auch nur eine Niederlage gegen einen absoluten Meisterschaftsfavoriten. Unser Fokus liegt jetzt auf den nächsten beiden Spielen gegen die direkte Konkurrenz.“ Gegen Flieden erwartet der Trainer eine gänzlich andere Partie: „Beide Mannschaften haben am Wochenende keine guten Ergebnisse abgeliefert. Es ist ein Derby und ich bin mir sicher, dass es ein hochbrisantes Spiel wird.“

In eine ähnliche Kerbe schlägt Fliedens Trainer Christian Kreß, der vor dem Gegner auf jeden Fall gewarnt ist: „Ich habe Eichenzells Spiel gegen Bad Soden nicht gesehen, deswegen ist es schwierig, solche Ergebnisse zu bewerten. Dennoch gilt: Angeschlagene Boxer sollte man nie unterschätzen. Das machen wir auch nicht.“ Nachdem es sein Team gegen Bronnzell verpasst habe, sich zumindest ein kleines Polster nach unten aufzubauen, soll das jetzt gegen Eichenzell gelingen: „Die Tabellensituation ist klar. Es geht um Punkte gegen die direkte Konkurrenz, wir wollen dieses Spiel gewinnen.“ Personell kann Kreß dabei mehr oder weniger aus dem Vollen schöpfen: Der zuletzt privat verhinderte Pascal Manß kehrt in den Kader zurück und auch der Langzeitverletzte Ronaldo Zenuni macht Fortschritte: „Wir führen in peu à peu heran, auch wenn ein Einsatz vielleicht noch zu früh kommt. Er ist ein sehr wichtiger Faktor für uns.“

 

Lichtenau – Barockstadt II (Samstag, 15 Uhr)

Für beide Mannschaften geht es eigentlich nur noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss: Sowohl die Gastgeber als auch die U23 der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz befinden sich im Mittelfeld der Tabelle, weder nach oben noch nach unten sollte es für beide Teams nochmal spannend werden. Selbstvertrauen konnte sich die Mannschaft um das Trainerteam Sebastian Sonnenberger und Niklas Herget beim jüngsten 6:0-Erfolg gegen die SG Aulatal holen. Lichtenau hingegen konnte am vergangenen Wochenende beim 1:0 in Neuhof den zweiten Ligaerfolg 2025 feiern und trotzte dem Tabellendritten Hessen Kassel II zuvor immerhin ein Unentschieden ab.

 

Eiterfeld/Leimbach – Sandershausen (Samstag, 16 Uhr)

Ebenso wie in Eichenzell ist auch in Eiterfeld Abstiegskampf pur angesagt. Die Gastgeber befinden sich momentan auf dem ersten Nichtabstiegsrang, Sandershausen hat als Drittletzter bereits fünf Punkte Rückstand auf Eiterfeld. Nach zuletzt sechs Niederlagen aus sieben Partien in der Liga hat die heimische SG unter Trainer Andreas Herzberg zuletzt zurück in die Spur gefunden. Der Tabellenletzte und sichere Absteiger Hombressen/Udenhausen wurde mit 4:0 bezwungen, dazu gelang am vergangenen Wochenende ein wichtiger 4:3-Erfolg beim OSC Vellmar. Sandershausen hingegen wartet nun bereits seit fast zwei Monaten auf einen Sieg, nach fünf Niederlagen in Serie konnte das Team von Dennis Schanze zuletzt immerhin wieder ein Remis einfahren.

 

Hombressen/Udenhausen – Neuhof (Sonntag, 15 Uhr)

Vor einer Pflichtaufgabe steht der SV Neuhof: Bei der bereits abgestiegenen SG Hombressen/Udenhausen müssen für die Mannschaft von Trainer Alexander Bär zwingend drei Punkte her, um den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen noch größer werden zu lassen. Aktuell liegt der SVN mit 29 Punkten drei Zähler hinter Eiterfeld – hat aber im Vergleich zum Großteil der Konkurrenz bereits ein Spiel mehr absolviert. Aufwind könnte den Neuhofern der Einzug ins Kreispokalfinale geben. Mit 3:0 hatte sich der SVN am Mittwochabend bei Gruppenligist Johannesberg durchgesetzt.

 

Bronnzell – CSC Kassel (Sonntag, 15 Uhr)

Auch Bronnzell befindet sich nach wie vor mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Im Vergleich zur Konkurrenz hat die Viktoria mit dem CSC Kassel aber das vermeintlich dickste Brett zu Bohren: Die Nordhessen sind seit Mitte Oktober letzten Jahres Tabellenführer und duellieren sich mit der SG Bad Soden um den direkten Aufstieg in die Hessenliga. Die letzte von insgesamt nur zwei Saisonniederlagen datiert aber vom vergangenen Wochenende, als der Spitzenreiter das Derby gegen Hessen Kassel II mit 0:1 verlor. Nichtsdestotrotz hängen die Trauben für die SG Bronnzell hoch – mit einem Sieg könnte sich das Team von Johannes Ihrig aber immerhin aus der direkten Abstiegszone befreien.

 

 

Aulatal – Wabern (Sonntag, 15 Uhr)

Für die SG Aulatal geht es nur noch darum, sich anständig aus der Liga zu verabschieden: Nur zwölf Punkte konnte die SGA bisher sammeln, von 26 Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Martin Friedrich lediglich drei gewinnen. Gegner Wabern hingegen befindet sich mit 41 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Und auch die aktuelle Form spricht für die Nordhessen: Von den letzten fünf Spielen hat der TSV keines verloren, zwei Siegen stehen drei Unentschieden gegenüber. Aulatal auf der anderen Seite verlor vier der vergangenen fünf Partien. Lichtblick allerdings war das Schützenfest beim 7:1 gegen Schlusslicht Hombressen/Udenhausen.