Stromausfall am Morgen, trübes Wetter am Vormittag, fehlende elektronische Zeitmessung für die Jugend/Aktive. „So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt“, gestand Händler und führte aus: Schon am Morgen gab es einen Stromausfall in Petersberg und Umgebung (wir berichteten), zudem sei das Funkmikrofon nicht einsatzbereit gewesen. Darüber hinaus musste der TVP auch noch mit der Zeitmessung improvisieren, da beide im hiesigen HLV-Kreis Fulda/Hünfeld etablierten Zeitmess-Teams umständehalber sonntags nicht anwesend sein konnten. Das Zeitmess-Team der LG Alheimer-Rotenburg-Bebra sprang kurzfristig ein, stand allerdings aus Termingründen nur bis 13 Uhr zur Verfügung - somit also nur für die Kinder-Leichtathletik und nicht für die Jugendleichtathletik/Aktive, deren Wettkampf um 13 Uhr begann. Nachdem kurzfristig sogar über ein komplettes Streichen der Läufe diskutiert worden war, entschlossen sich die Organisatoren des TV Petersberg für die unkonventionelle Methode: Im Sinne der Athleten wurden die Sprints durchgeführt, die immerhin auch wichtig für die Gesamtwertung sind. Unter der vereinsübergreifenden Mithilfe verschiedener Trainer wurde per Hand gestoppt, sodass es am Ende unter dem Strich doch mehrheitlich zufriedene Gesichter gab: Der Stromausfall dauerte nur knapp 45 Minuten, für das Funkmikrofon wurde spontan eine kleine Lautsprecheranlage installiert, die für die Gesamtwertung so wichtigen Sprintzeiten wurden ermittelt und sogar die Sonne kam am Nachmittag nochmal hervor.
Trotz der komplizierten Umstände stand also zu großen Teilen doch der Sport im Vordergrund der Veranstaltung – so, wie es eigentlich sein sollte. Und hier lieferten die Gastgeber ab: Bei der Kinderleichtathletik (U12) gewannen die Petersberger und setzten sich gegen 13 andere Teams durch, in der U10 setzte sich der TV Jahn Neuhof die Krone auf und verwies Fulda und Hünfeld auf die Plätze zwei und drei. Bei der Juniorenleichtathletik/Aktive stachen vor allem drei persönliche Bestleistungen hervor. Max Beckmann vom Hünfelder SV schaffte beim Ballwurf 54 Meter (M13) und steigerte seine persönliche Bestleistung ebenso wie Vereinskollegin Edda Bischof (U18), die beim Kugelstoßen stolze 12,72 Meter erreichte. Luis Plunien vom TVP glänzte außerdem mit 1,80 Metern im Hochsprung. Der nächste Sparkassen-Grand-Prix findet am 07. Juni in Hünfeld statt – dann hoffentlich mit ähnlich vielen Bestleistungen, aber weniger Herausforderungen.
