Direkt vor dem IHK-Gebäude in der Bahnhofsstraße waren mehrere kleinere Stände aufgebaut, an denen interessierte Passanten alles über verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol lernen können. „Gerade in einer Stadt wie Fulda, Hochburg des Karnevals, der Kirmes und so weiter, ist Alkohol in aller Munde“, erklärte Alexander Kohl, Mitorganisator vom Landkreis Fulda: „Es gehört fast zum guten Ton, zu trinken. Es ist selbstverständlich geworden.“ Gerade für junge Menschen stellt das eine Gefahr dar, da diese oft keine akkurate Aufklärung zu den Gefahren von Alkohol erhielten, sagte er weiter: „Du musst in Deutschland für alles einen Schein oder eine Ausbildung machen. Aber bei Alkohol heißt es ab 16 oder 18 ‚Feuer frei‘.“
Um jungen Menschen den sicheren Umgang mit Alkohol beizubringen, haben die Diakonie und der Landkreis Fulda gemeinsam das Projekt „HaLT – Hart am Limit“ ins Leben gerufen. „Wir wollen sicherstellen, dass junge Menschen, wenn sie Alkohol trinken, auf sich aufpassen“, fügte von Donop hinzu: „Heute geht es auch um mentale Gesundheit und was Alkohol mit einem macht.“ Zur Unterstützung waren deshalb auch der Sozialpsychatrische Dienst, die Erziehungsberatungsstelle und die Caritas vor Ort, die ebenfalls kräftig mitinformierten.
An dem Stand gab es mehrere Mitmachangebote, die zum Nachdenken und Diskutieren einluden. Beispielsweise das „Ändere-Meine-Meinung“-Zelt, wo Teilnehmer mit den Mitarbeitern der Aktion über Konsum in den Dialog treten konnten. Zusätzlich sollten mehrere, bewusst plakativ-provozierend gestaltete Banner zum Überdenken des eigenen Trinkens anregen, so Kohl. Am Stand wurden auch alkoholfreie Cocktails von „Saftwerk“ angeboten. So sollte auf leckere Alternativen ohne Rausch hingewiesen werden.
Bei den Passanten sorgte die Aktion offenbar für Zustimmung. „Ich finde, wir sollten sowas in Schulen anbieten“, kommentierte eine Interessierte: „Nicht nur über Alkohol, sondern auch über Smartphones und andere Suchtmittel. Ich finde das gut.“
