Einmal jährlich findet auf dem Biolandhof in Rönshausen die Schafschur statt. Dabei werden die etwa 20 Tiere dort geschoren und die Besucher können hautnah dabei sein. „Unser Scherer nimmt sich die Zeit und schert die Schafe sehr langsam“, erklärte Helmut Schönberger vom Biolandhof. Insgesamt acht Bewohner leben auf dem Bauernhof und unterstützten sich gegenseitig bei den anstehenden Arbeiten. Durch verschiedene Angebote für die Öffentlichkeit, wie beispielsweise Führungen oder die Schafschur, sollen Kinder mehr über die Tiere erfahren. So wird ihnen unter anderem beigebracht, woher die Wolle kommt, was aus der geschorenen Wolle hergestellt werden kann und was die Tiere essen. Zudem erfahren sie allerlei über die Schafhaltung.
Gerade das vergangene Jahr setzte dem Biolandhof sehr zu. Aufgrund der Blauzungenkrankheit, die über Fliegen übertragen wird, mussten die Verantwortlichen einige Verluste hinnehmen. „Die Krankheit schwächt das Immunsystem und verschlechtert den Gesamtzustand der Tiere. Damit hatten wir schwer zu kämpfen“, erklärte Schönberger. Umso größer sei die Freude, die Lämmer nach dem überstandenen Krise fröhlich über die Wiese rennen zu sehen und auch bei der jährlichen Schafschur wieder eine hohe Resonanz zu erfahren. „Jedes Jahr werden es mehr Besucher. Das Wetter ist super und es macht einfach unheimlich viel Spaß“, freute sich Schönberger. Während die Kinder die Schafe und Ziegen streicheln oder auf den Ponys ritten, kamen die Eltern ins Gespräch. Versorgt wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen sowie kalten Getränken.
