In den kommenden Tagen wird der dritte Bauabschnitt abgeschlossen, sodass der offiziellen Eröffnung am Freitag nichts mehr im Weg steht. „Der dritte Bauabschnitt drehte sich eher um Funktionalitäten. Auch eine energetische Ertüchtigung war Thema“, sagte Bürgermeister Siemon. So wurde in den vergangenen Monaten das Sozial- und Funktionsgebäude modernisiert und das Gelände barrierefrei ausgebaut. Durch eine Rampe am Eingang des Freibads, weitere ausgebaute Wege und gut erreichbare Kabinen haben Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderungen keinerlei Probleme mehr, am Badebetrieb teilzunehmen.
Die neuinstallierte Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt das Bad mit ausreichend Strom. „70 Prozent nutzen wir für den Eigenbedarf. Die restlichen 30 Prozent gehen ins Netz“, erklärte Jahn, Technische Leiter der Stadtwerke. Bis August dieses Jahres soll zudem noch die Wasser-Wasser-Wärmepumpe installiert und ans System angeschlossen werden. Diese wird die Gaspumpe beim Anheizen der Edelstahlbecken unterstützten. „Die Vorbereitungen sind bereits geschlossen und die Kabel verlegt“, erläuterte Siemon.
Ebenfalls fertiggestellt wurde die Liegewiese. Aufgrund von Wünschen der Besucher wurden diverse Bänke sowie zwei „Schnecken“-Umkleiden aufgebaut. „Die Gäste mussten sonst immer bis nach vorne laufen, um sich umzuziehen“, so der Bürgermeister. Bis zur Eröffnung am Freitag werden noch die letzten Asphaltschichten verlegt, ehe die Badegäste wieder planschen können. In Zukunft soll auch das Kassen- und Zutrittssystem überarbeitet und mit Ticket- und Kartenlesern sowie einem Cashless-Verkaufs-Nachzahlautomaten ausgestattet werden. Diese Aufrüstungen seien allerdings erst für 2026 geplant. 1,3 Millionen Euro hat der dritte Bauabschnitt gekostet. Damit belaufen sich die Gesamtkosten der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen auf 8,9 Millionen Euro. Von den Kosten gab es Zuwendungen von 33 Prozent aus diversen Förderprogrammen. Damit bestand ein Eigenanteil in Höhe von sechs Millionen Euro. „Wir sind mit der Sanierung in ein Zukunftsmodell eingestiegen und auf einem sehr guten Stand“, freute sich Siemon. Die Sanierung spiegle sich auch bei den Besucherzahlen wider. Während es in den vergangenen Jahren im Schnitt 45.000 Badegäste waren, ist die Zahl im vergangenen Jahr auf 55.000 angestiegen. Für 2025 wurden bereits 160 Dauerkarten verkauft.
