Lokales FD 15.05.2025

RETTmobil in Fulda läuft – Über 10.000 Besucher zum Start – Fotos

Fulda (as) – Die Blaulichtfamilie trifft sich in Fulda: Am Mittwoch startete die RETTmobil, Europas Leitmesse für Rettung und Mobilität. Gleich zum Start wurden 10.000 Fachbesucher gezählt, tausende mehr sollen in den kommenden drei Tagen noch folgen. Neben informativen Fachvorträgen stehen auch spannende Live-Rettungsübungen auf dem Programm (update 21 Uhr).

Robert Schier (Erster von links), Peter Sefrin (Zweiter von links) Messechef Manfred Hommel mit seiner Frau Sandra Hommel-Liebich (Vierter und Fünfte von links), Karl-Heinz Banse (Sechster von links), Georg Khevenhüller (Siebter von links) und Heiko Wingenfeld (Achter von links) auf der RETTmobil. Foto: Christine Görlich

Foto: Andreas Schellenberg

Die international geschätzte Messe wartet in diesem Jahr wieder mit über 500 Ausstellern aus 25 Ländern auf. Messechef und Geschäftsführer Manfred Hommel begrüßte zahlreiche Gäste aus der Politik, darunter den Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, die Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann und den Landrat Bernd Woide. Willkommen hieß er zudem Dr. med. Thomas Menzel, Vorstandssprecher des Klinikums Fulda, Prof. Dr. med. Robert Schier, Neuer Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin DRK Kreisverbands Fulda, sowie Christoph Schwab, Geschäftsführer des DRK Fulda, und viele weitere Gäste.

Die Idee für die erste RETTmobil sei nun 25 Jahre alt, erzählte Hommel. Zusammen mit anderen Unterstützern habe 2001 die erste Messe in Fulda stattgefunden. Aus damals 60 Ausstellern seien mittlerweile 507 Aussteller geworden, in diesem Jahr erwarte er zudem weit über 30.000 Fachbesucher in drei Tagen. Die internationale Fachmesse zeichne sich durch drei Säulen aus, so der Geschäftsführer: Die Fachausstellung, die wissenschaftlichen Vorträge und Workshops sowie das Mobilitätsgefühl direkt zum Anfassen. „Wir senden neue Signale in die Welt“, hob Hommel hervor und machte deutlich: „Wir bleiben in Fulda, wir fühlen uns hier sehr, sehr wohl.“ Der Messechef bedankte sich bei seinem Team sowie zahlreichen Unterstützern, welche in den vergangenen sieben Wochen am Aufbau mitgewirkt hätten und fügte an: „Ich wünsche gute Stunden auf der Messe. Wir müssen uns weltweit nicht verstecken.“

Georg Khevenhüller, Präsident des Malteser Hilfsdienstes und Schirmherr der Messe, sprach allen Menschen, die tagtäglich im Einsatz im Rettungswesen sind, seinen großen Respekt und seine Anerkennung zu. Er richtete in seiner Begrüßung einen Appell an die Politik, sich stärker für den Bevölkerungsschutz einzubringen. Dazu brauche es einheitliche Regelungen und standardisierte Verfahren. Mit Blick auf den Bundeshaushalt meinte Khevenhüller: „Der finanzielle Anteil für den Bevölkerungsschutz ist zu klein, er muss dauerhaft erhöht werden.“ Zudem müsse die Bevölkerung aktiver eingebunden und der Zivilschutz gestärkt werden. Die Malteser ständen für eine schnellstmögliche Umsetzung zur Verfügung. Die Aussteller in Fulda würden zeigen, wie eine moderne und sichere Zukunft bei der Notfallversorgung aussehen könnte. „Nutzen sie die Tage in Fulda, um nach Lösungen für die Zukunft zu suchen“, meinte der Schirmherr abschließend.

Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, pflichtete Khevenhüller in vielen Punkten bei. Er berichtete von anstehenden Gesprächen in Berlin, bei dem Feuerwehren aus 23 Staaten „mit einer Stimme“ die Politik ansprechen wollen. Banse ergänzte, dass der Feuerwehrverband im kommenden Jahr gerne die Schirmherrschaft der RETTmobil übernehmen wolle. „Wir sind froh und dankbar, Gastgeber sein zu dürfen“, teilte Fuldas Oberbürgermeister im Anschluss mit. Er stimmte zu, dass die Politik gefordert sei, „die innere Sicherheit zu stärken.“ Wingenfeld freute sich, dass am Standort Fulda finanzielle Förderung für eine Modernisierung des Deutschen Feuerwehrmuseums eingeplant sei. Er bedankte sich bei Hommel sowie seiner Frau, Sandra Hommel-Liebich, die als „Macher“ die Messe in Fulda aufgebaut hätten. Ein weiteres Grußwort sprach Prof. Dr. med. Peter Sefrin und informierte über das informative Fachprogramm: „Es ist ein Zeichen von Qualität, dass so viele Fachpersonen zugesagt haben.“

Auf der Messe gibt es für die Besucherinnen und Besucher zahlreiche Neuheiten im Rettungswesen zu entdecken. Verkaufsleiter Torsten Racky von Ford Sorg berichtete beispielsweise: „Es ist eine einmalige Möglichkeit, sich zu präsentieren.“ Gemeinsam mit der EDAG sei es das Ziel der Unternehmen gewesen, „etwas zu kreieren, was es noch nicht gibt“. Dies sei zum einen ein Ford-Modell mit Allrad-Antrieb als vollausgestatteter Notarztwagen, welcher im Innenraum mit der neuesten Technologie ausgestattet sei. Am Stand gab es ebenfalls ein Einsatzfahrzeug mit Allrad und Elektro-Antrieb, welches sich durch eine große Reichweite auszeichne. Die Fachmesse ist von Mittwoch bis Freitag jeweils von 9 bis 17 Uhr geöffnet.