„Die Vorfreude ist nicht mehr zu bremsen. Jetzt geht es los, und mit jedem Spieltag schreiben wir ein Stück Saints-Geschichte fort“, freut sich Teammanager Frank Schreiner auf den Start der Regionalliga-Saison. Jahrelang hatten die Saints den Aufstieg als großes Ziel. Nun sind sie gekommen, um zu bleiben. „Wenn da jemand nicht hyped und motiviert ist, weiß ich auch nicht mehr. Dann noch ein Derby in Kassel, gegen unseren Partner im Jugendbereich“.
Doch so sehr sich beide Clubs beim Nachwuchs unter die Arme greifen, so sehr wollen die Fuldaer auch dem hessischen Rivalen sportlich die Stirn bieten: Kassel wird am 7. Juni auch Gegner der Saints beim Stadion-Heimspiel in der Johannisau sein. Einen Fingerzeig darauf könnte es also schon jetzt im Hinspiel geben. „Sie sind aufgestiegen und haben sich ein paar Jahre in der Regionalliga etabliert“, weiß Schreiner, der auch die Vergangenheit noch im Kopf hat: Jegliche Vergleiche in den vergangenen Jahren wurden verloren. „Wir wollen also dafür sorgen, dass wir auch gegen Kassel gewinnen können“, betont er: „Wir wollen sagen: Hallo Regionalliga. Gewisse Experten in diversen Foren haben uns schon die Rote Laterne angedichtet, aber das lassen wir natürlich nicht einfach auf uns sitzen“.
Die Vorbereitung war sportlich erfolgreich, die Saints waren außerdem in einem Trainingslager mit den Erfurt Indigos. Im Hintergrund allerdings machte die Nachricht Schlagzeilen, dass die Wohnung von zwei Imports aus Kanada, die gerade angereist waren, in Rothemann in Brand geriet. „Danach haben wir eine große Flut von Unterstützung bekommen“, ist Schreiner dankbar. Besonders möchte er sich beispielsweise bei der Familie von Dr. Torsten Knoll bedanken, die am Frauenberg eine Wohnung zur Verfügung stellte, und bei Stefan Faulstich vom Rhönblick in Petersberg-Steinau, der ebenfalls schnell Hilfe anbot: „Er hat nicht lange gefackelt, und gesagt: Bring sie her“. Außerdem hatte Michael Hasenauer von der Textilschmiede Löschenrod einen ganzen Karton Klamotten zur Verfügung gestellt. „Außerdem bedanken wir uns bei jedem, der bei der Gofundme-Aktion mitgemacht hat“, so Schreiner.
Für den Auftakt in Kassel am Wochenende seien alle Spieler fit, die fit sein müssen, freut sich der Teammanager: Die kanadischen Imports Codey McRoberts und Dawson Elliott, die die Saints-Defense auf der Linebacker und Safety-Position verstärken, ebenso wie die beiden anderen, neuen Imports, die die Fuldaer kürzlich noch vorstellten: Andre Tucker kam von der Monmouth University (Division I College) aus New Jersey nach Fulda und spielt Wide Receiver, Devon Brewer Stetson University kommt von der Stetson University (ebenfalls Division I) aus Florida und spielt Running Back. Die vier sind seit wenigen Wochen in Fulda und stellen hochkarätige Verstärkungen dar. Aber auch die Fuldaer und einheimischen Spieler sind heiß und brennen auf den Auftakt in der Regionalliga: Gespielt wird in Kassel an der Hessenkampfbahn, die direkt neben der Orangerie in den Fuldaauen liegt. „Ein bisschen Heimat bringen wir also mit“, schmunzelt Schreiner. Und freudige Nachrichten gab es auch aus der Saints-D-Line in dieser Woche: Nils Möller und seine Frau Rebecca hatten sich in Hünfeld das Ja-Wort gegeben, auch dort waren einige Spieler und Teamkollegen mit dabei.
