American Football 22.05.2025

Regionalliga – Nächstes Derby: Saints beim Mitfavoriten Marburg

Fulda (pf) – Der furiose Auftakt ist abgehakt, die Fulda Saints stehen vor der nächsten großen Herausforderung in der American Football-Regionalliga Mitte – und vor dem zweiten Hessenderby: Am Sonntag um 15 Uhr gastieren die Saints im Georg-Gaßmann-Stadion bei den Marburg Mercenaries, einem Mitfavoriten um den Titel.

Foto: Manfred Völler.

Der Start hatte alle überrascht: Die Saints fegten auswärts mit 98:21 über die Kassel Titans hinweg, doch sind wieder bei „null“, wie Teammanager Frank Schreiner klarstellt: „Wir haben nichts erreicht und werden uns darauf nicht ausruhen. Für uns steht es immer 0:0, und so gehen wir in jedes Spiel“.

Nicht nur in die Spiele geht der Aufsteiger mit 100 Prozent Motivation – auch im Training wird geschuftet und Gas gegeben: „Wir sind am Montag 78 Snaps gelaufen“, berichtet Schreiner – und das in einer guten Stunde. „Von der Anzahl her ist das ein ganzes Spiel“. Die Spielzüge werden für die Videoanalyse aufgenommen, die die Coaches bei den Saints selbst, als auch natürlich beim Gegner betreiben.

Dennoch ist eine Prediction schwer zu treffen, sagt Schreiner: Klar ist, dass die Saints Underdog in Marburg sind. „Sie kommen aus der GFL2, die Jungs haben Bundesliga-Erfahrung. Das ist schon eine Hausnummer, die vor uns liegt“. Dass die Mittelhessen ihr erstes Spiel verloren, hat ebenfalls eine Erklärung: Im Duell mit den Bad Homburg Sentinels unterlag Marburg dem zweiten großen Favoriten, der ebenfalls wieder hoch will. 13:16 verloren die Mercenaries am ersten Spieltag, doch auch aus dem Ergebnis will Schreiner keine voreiligen Schlüsse ziehen: „Eine Bewertung ist da nicht möglich“. Positiv aber für die Saints: Es sind alle Mann fit, die fit sein müssen. Keiner ist angeschlagen, aufgrund des Sonntags-Termins ist der Kader sogar etwas breiter als zuletzt in Kassel. 

100 Punkte waren es fast im ersten Spiel, die die Saints-Offense hinlegte – diesmal sei ein solches Ergebnis „utopisch“, gibt Schreiner an, der dennoch mit einem kleinen Schmunzeln wahrnimmt, „dass uns in der Liga keiner auf der Uhr hat. Nur vielleicht ein bisschen nach dem ersten Spiel“. In einem Social Media Beitrag der Marburger wurde Bad Homburg als härtester Kontrahent in der Liga abgestempelt – zwei wissen allerdings, wie stark die Saints sein können: Tight End Lukas Kruckenfellner und Receiver Fabian Köcher spielen für die Mercenaries, waren aber bis vor ein paar Jahren noch in Fulda aktiv. „Sie kamen immer für Training und Spiele nach Fulda, das war viel Aufwand“, schildert Schreiner den Wechsel: „Da gibt es aber gar kein böses Blut, nichts“. Um die Marburger zu knacken, wird Fuldas Offensive Coordinator Jonas Heck derweil wieder einige Spielzüge „aus dem Hut zaubern“, freut sich Schreiner bereits: „Wir sind gut vorbereitet“. Überhaupt sei die Saison für die Fuldaer kein Sprint, und so arbeitet das Tea auch: „Wir absolvieren einen Marathon“.