„Wir hatten gegen einen Mitfavoriten nichts zu verlieren, der Gegner jedoch alles“, zog Schreiner ein erstes Resümee: „Wir haben gesehen, dass unsere Offense auf diesem Niveau punkten und unsere Defense Stopps erzwingen kann. Dass Marburg natürlich besser war und verdient gewonnen hat, darüber brauchen wir nicht reden.“ Doch ein so klarer Leistungsunterschied sei nicht erkennbar gewesen. Stattdessen haben, wie so oft, einzelne Plays den Ausschlag gegeben: So gelang es den Mercenaries beispielsweise, hintereinander zwei eigene Onside-Kicks zu recovern und direkt wieder zu punkten. „Wir haben aber einige Rückschlüsse ziehen können“, stellte Schreiner klar: „Es ist leider so, dass zehn von elf Spielern ein Play hundertprozentig korrekt ausführen können, ein einzelner Fehler aber den ganzen Spielzug zerstört.“ Das sei ihm unter anderem auch selbst passiert, als das Play im Wesentlichen mit einem Block stand und fiel, Schreiner diesen aber nicht richtig setzen konnte. „Ich kann aus tiefster Überzeugung sagen: Wir haben heute zumindest an Erfahrung gewonnen. So gesehen liegt in jeder Niederlage ein Gewinn.“
Letztendlich habe der Gegner einfach ein gutes Spiel gemacht, wie Schreiner erklärte. „Das waren halt auch zu 75 Prozent ehemalige GFL-Spieler und Marburg hat als Verein über zehn Jahre in der Bundesliga gespielt“, betont Schreiner. Dennoch freuen sich die Saints bereits auf das Rückspiel in knapp einem Monat, denn: „Davor haben wir noch unser Heimspiel gegen Kassel, wo wir im Stadion in Fulda spielen.“ Und das werden die Saints in diesem Jahr nochmal größer aufziehen als bei der Premiere 2024. „1400 Karten sind Stand jetzt weg, und das ist nur der Vorverkauf“, berichtet der Teammanager: „Und mit diesem Tag im Stadion mit allem Drum und Dran im Rücken schauen wir dann mal, was im Rückspiel gegen Marburg danach passiert.“
