Fußball 14.05.2025

Pyrotechnik auch im Amateurfußball verboten – Ermittlungen laufen

Osthessen (pm/gü) – Bei Meisterschaftsspielen in der A-Liga sowie der Kreisoberliga war Anfang Mai Pyrotechnik gezündet worden. Wie die Kreissportgerichtsvorsitzenden Andreas Hoffmann (Fulda) und Marius Kokel (Lauterbach/Hünfeld) mitteilen, wurden entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Sie appellieren an die Vereine, dem Einsatz von Pyrotechnik, die für alle beteiligten zur Gefahr werden könne, Einhalt zu gebieten.

Archivfoto: Justin Klenner.

 

Der Appell von Andreas Hoffmann und Marius Kokel im Wortlaut:

„Das Phänomen ‚Pyrotechnik‘ hat zwischenzeitlich auch dem Amateurfußball erreicht. Das Thema darf nicht ignoriert werden. Ganz abgesehen von der erheblichen Rauchentwicklung und der damit einhergehenden Sichtbeeinträchtigung besteht dabei auch eine unmittelbare Gefährdung für Zuschauer, Spieler, Vereins- bzw. Mannschaftsverantwortliche und das Schiedsrichterteam. Solche Gefahrenlagen gilt es zukünftig zu verhindern. Dieses offensichtlich als Spaß von den Verursachern gemeinte Spektakel kann sehr schnell ausufern und zu Verletzungen und Sachschäden führen. Es muss jedem klar sein, dass es nicht möglich ist, Feuereffektmittel so zu konstruieren und einzusetzen, dass sie auf einem Fußballplatz gefahrlos angewendet werden können. Feuerwerkskörper sind keine Spielzeuge und haben auf Fußballplätzen, vor während und nach dem Spiel, nichts verloren!

Anfang Mai wurden bei Meisterschaftsspielen in der A-Liga sowie in der KOL pyrotechnische Gegenstände abgefeuert. Die Kreissportgerichte Fulda und Lauterbach/Hünfeld haben hier Ermittlungen aufgenommen.

Dies sind Vergehen nach der Strafordnung und können erhebliche Strafen nach sich ziehen. In besonders schweren Fällen oder im Wiederholungsfall kann es sogar zum Punktabzug kommen. Werden Spieler oder Schiedsrichter/SR-Assistenten durch das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen verletzt, wird das Spiel abgebrochen.

Es wird an die Vereine appelliert, dies im eigenen Interesse zu unterbinden.

Gez. die Vorsitzenden der Kreissportgerichte Andreas Hoffmann (Fulda) und Marius Kokel (Lauterbach/Hünfeld)“