Handball 10.05.2025

Oberliga – Rehberg und Schild feiern Abschiede – TVH-Party-Kater

Osthessen (jah/pf) – Zwei Handballtrainer sagen vorerst Adieu: Wenn am Samstag (18.30 Uhr) das Oberliga-Derby zwischen dem Hünfelder SV und der HSG Großenlüder/Hainzell angepfiffen wird, wird es für die jeweiligen Coaches der Teams, Felix Rehberg und Adrian Schild, der vorerst letzte Auftritt sein.

Der letzte Tanz für Felix Rehberg und Adrian Schild wartet. Fotos: Christine Görlich

Für beide Teams geht es sportlich um nichts mehr – und dennoch ist es kein Spiel wie jedes andere, wie der Hünfelder Trainer Felix Rehberg betont: „Wir gehen es zwar relativ locker an – so locker wie es bei so einem Derby eben möglich ist“, erklärt Rehberg mit einem Augenzwinkern: „Man wird es nullkommanull merken, dass es das letzte Spiel ist oder es sportlich für beide um nichts mehr geht. Großenlüder lag schon im Hinspiel mit zwölf Toren vorne und hat trotzdem weiter aufs Gaspedal gedrückt. Eine ähnliche Intensität erwarte ich auch diesmal“, so der scheidende Hünfelder Trainer, der den Staffelstab zur neuen Saison an Stephan Kimpel weitergeben wird – so viel ist bereits klar.

Dennoch der geht Rehberg mit Freude in die Partie: „Auf jeden Fall mehr Vorfreude, als Wehmut. Eine besondere Verabschiedung ist glaube ich nicht geplant, das wird so laufen wie immer, vor dem Anpfiff. Wir haben ja einige Verabschiedungen im Team.“ Fehlen wird den Hünfeldern im Derby der privat verhinderte Rechtsaußen Alexander Schott. Sportlich trifft der Tabellenzehnte auf den -vierten, die Endplatzierung des HSV ist so gut wie fix, auch Großenlüder/Hainzell könnte nur noch mit einem außergewöhnlichen Ergebnis sowie Schützenhilfe einen Platz klettern oder abrutschen.

Bei den Gästen bekam Trainer Adrian Schild bereits in der Vorwoche seine Verabschiedung beim letzten Heimspiel. „Das war eine schöne Sache, wir waren danach noch feiern und eine Abschlussfahrt nach Budapest steht auch noch an“. Dennoch dürfte es noch einmal emotional werden, merkt Schild an, wenn in Hünfeld auch das letzte Spiel gespielt ist: „Die Jungs sind mir schon sehr ans Herz gewachsen“, betont der Coach. Gewinnen will auch die HSG das Derby selbstredend, und weiß um die Favoritenrolle: „Aber weil wir im Hinspiel so dominant waren, dürfen wir nicht denken, dass das ein Selbstläufer ist. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen“, so Schild – zumal bei den Gästen die Torhüter komplett ausfallen und jemand aus der Reserve wird aushelfen müssen. Dazu fehlt Fabian Kirsch, und Robin Weinbörner ist noch fraglich. Schild stellt klar: „Ein Derby zum Abschluss: Waws will man mehr? Wir wollen es wieder ziehen und werden danach sicher noch dort zwei, drei Kaltgetränke mit trinken“.

Sportlich ebenso unbedeutend ist das letzte Saisonspiel für den TV Hersfeld, der als Aufsteiger im Tabellenmittelfeld ins Ziel kommen wird: Das Team um das Trainerduo Kai Hüter/Dragos Negovan reist nach Nordhessen und tritt am Samstag um 18.30 Uhr beim Tabellenfünften VfL Wanfried an. Mit 13 Siegen und zwölf Niederlagen steht beim TVH eine leicht positive Bilanz – die soll es natürlich für die Hersfelder nach dem letzten Saisonspiel auch bleiben. Freuen darf sich der TVH bereits, das wurde vor einigen Wochen bekannt, zur neuen Saison auf Rückkehrer Lasse Reinhardt vom Drittligisten Eintracht Baunatal.

Die Frauen-Handballerinnen sind bereits durch mit der Saison, auch hier hatte der TV Hersfeld aber Grund zur Freude: Denn nach dem Meistertitel der Frauen in der Oberliga Nord, die damit in die Regionalliga kletterten, machte vergangenes Wochenende auch die zweite Mannschaft der Hersfelderinnen den Aufstieg perfekt: Mit dem zweiten Rang in der Abschlusstabelle der BOL Melsungen/Fulda darf die TVH-Reserve aufgrund des Aufstiegs der ersten Mannschaft hoch, BOL-Meister Reichensachsen II darf nicht, weil die erste Mannschaft schon eine Liga höher spielt. Geehrt wurde der TVH dabei auch noch vom Bezirksvorsitzenden Torsten Schmidt und Bezirksschiedsrichterwart Peter Lein, während die Sause ihren Lauf nahm.