Hünfelder SV – HSG Großenlüder/Hainzell 35:41 (16:15)
„Unabhängig vom Ergebnis war das ein echt schöner Abend. Ich wurde von vielen alten Kollegen verabschiedet“, schwärmte HSV-Spielertrainer Felix Rehberg, der in beiden Funktionen aufhören wird. „Da konnte ach die Niederlage heute nicht die Stimmung trüben. Wir werden heute sicher länger in der Halle sein, und dann werde ich die nächsten Tage erst so richtig merken, was fehlt. Kein Training mehr, keine Vorbereitung im Sommer. Auf einmal kann man Urlaub planen“, lachte Rehberg – noch voller Adrenalin nach den Verabschiedungen.
Beim HSV steht ein großer Umbruch an: Verabschiedet wurden neben Rehberg auch noch Felix Abad, Lars Matthiessen und Felix Kircher, auch Kevin Houston und Mergim Hyseni werden in der neuen Saison wohl nicht mehr Teil des Kaders sein. „Das ist ein kompletter Umbruch. Viel Erfahrung ist weg. Jetzt müssen die Jungen in die Verantwortung“, sagte Betreuer Hanno Bentler. Für ihn und das Team drumherum beginnt jetzt die Arbeit mit der Planung für die neue Saison. „Es wird eine noch schwerere Runde“, war sich Bentler sicher.
Rund 400 Zuschauer machten das Derby zum Abschluss zu einem stimmungsvollen – und Hünfeld erwischte sogar den besseren Start: „Nach den ganzen Verabschiedungen vor dem Spiel waren wir gar nicht auf dem Feld. Das ist keine Ausrede, denn wir hatten gar keinen Zugriff und Hünfeld konnte frei werfen“, haderte wiederum HSG-Trainer Adrian Schild: In der Kabine wurde es dann lauter, danach war Großenlüder/Hainzell besser drin. Mitte des zweiten Durchgangs hatte die HSG dann komplett das Kommando übernommen, die Umstellung auf eine offensive 3-2-1-Deckung in der Abwehr fruchtete. „Am Ende war es auch in der Höhe verdient“, so Schild, der froh war, dass sein Team den Schalter noch umlegen konnte. Auch der Lüderer Trainer macht Schluss, für ihn war es das letzte Spiel mi der HSG: „Als Trainer mache ich eine Pause. Als Spieler muss ich schauen, weil ich am Knie operiert worden bin“, blickte er voraus: „Erstmal will ich den Sommer genießen, im Herbst juckt es dann vielleicht wieder in den Fingern“.
Hünfeld: Matthiessen (8), Sauerbier (1), Rehberg (4), Bachus (10), Gute (7/1), Hyseni (2), Kaub (1), Abad Velazquez (1), Zachow, Hohmann, Schramm (1), Schäfer, Becker, Krätzig.
Großenlüder/H.: Masche, Sippel (3), Bosold (10), Grosch, S. Münker (3), Malolepszy (14/4), Rützel, L. Dimmerling (2), Blinzler (5), Deppe (4), H. Dimmerling, Wahsner.
