Thomas Helmer, Leiter der Feuerwehr Fulda, begrüßte eine Reihe an Gästen aus der heimischen Politik sowie von anderen Feuerwehren im Landkreis. Er bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern für die Organisation der Veranstaltung. „Die Wahrheit liegt in den Einsätzen“, erklärte er mit Blick auf die vergangenen zwei Jahre. Er berichtete von einigen herausragenden Einsätzen, etwa 2023 eine Menschenrettung in der Leipziger Straße oder der Dachstuhlbrand in der Ohmstraße. 2024 hatte der Schneeeinbruch im April sowie das Unwetter im Mai den Einsatzkräften ebenfalls einiges abverlangt. Der Kampfmittelbefund in 2024 zähle ebenfalls zu den Höchstleistungen: „Das war wirklich extrem gut.“ Er lobte die anwesenden Einsatzkräfte für ihre Arbeit: „Wir sind da, wenn wir gebraucht werden und auf uns können sich die Bürgerinnen und Bürger verlassen.“
Helmer bedankte sich an die Mitarbeitenden der Leitstelle Fulda. Diese hätten über 110.00 Anrufe angenommen und 38.000 Einsätze eröffnet: „Das verlangt einiges ab.“ Weitere wichtige Maßnahmen seien der vorbeugende Brandschutz sowie die Brandschutzerziehung von jungen Menschen. „Das Thema Bevölkerungsschutz wird uns weiter beschäftigen“, erläuterte der Leiter der Feuerwehr Fulda. Gleiches gelte für die Social-Media-Präsenz. Er sprach den Anwesenden seinen großen Respekt für ihr Engagement aus: „Wir müssen da sein und wir sind da.“ Dementsprechend sei es ein No-Go, sich gegenüber Helferinnen und Helfern respektlos zu verhalten. Helmer blickte ebenfalls auf den Hessentag voraus. Hier brauche es eine Grundstärke, trotz des großen Landesfests für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Zur geplanten Umgestaltung des Feuerwehrmuseums erläuterte er: „Es ist für uns eine Möglichkeit der Außendarstellung.“ Abschließend erklärte der Leiter: „Auf diese Feuerwehr bin ich stolz.“
Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld lobte den ausgehändigten Jahresbericht, der mit vielen Bildern, Zahlen und Fakten über die Feuerwehr gefüllt wurde: „Das sagt mehr als 1000 Worte. Es vermittelt einen Eindruck von dem, was sie in den letzten zwei Jahren geleistet haben.“ Er grüßte speziell die Jugendfeuerwehren und lobte, dass die Zahl der jungen Mitglieder in den vergangenen Jahren stabil geblieben sei: „Das ist keineswegs selbstverständlich.“ In vielen Bereichen werde es immer schwieriger, weiterhin genug ehrenamtlich Engagierte zu finden. Umso mehr bedankte sich Wingenfeld für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Feuerwehr. Politisch sei 2022 mit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine die Verunsicherung in der Bevölkerung gestiegen. Ein „Stabilitätsanker“ sei die Feuerwehr vor Ort: „Zivilschutz hat nun eine ganz andere Dimension.“ Der Oberbürgermeister warb ebenfalls um Beteiligung für den anstehenden Hessentag in Fulda in 2026. Die Bevölkerung sei angehalten, sich aktiv mit einzubringen, auch um die Innenstadt langfristig lebendig und attraktiv zu halten. „Ich darf Danke sagen für alle, die sich für die Ämter zur Verfügung stellen“, ergänzte er zu den weiteren Tagesordnungspunkten.
Als Stadtfeuerwehrkinderwartin stellte Julia Höhl den Tätigkeitsbericht vor. „Die Kinderfeuerwehr ist ein essenzieller Bestandteil unserer Feuerwehrfamilie. Daher ist unsere Arbeit von unschätzbarem Wert“, stellte sie fest. Die insgesamt 96 Kinder seien die Einsatzkräfte von morgen. Höhl erzählte von einigen Aktionen, wie die jungen Menschen spielerisch an verschiedene Themen der Feuerwehr herangeführt wurden. Stadtjugendfeuerwehrwartin Melanie Medler berichtete über die Tätigkeiten in den vergangenen zwei Jahren. Insgesamt gebe es 163 Mitglieder, von denen 45 den Jahresbericht einstimmig bestätigten. Sie bedankte sich bei den Leistungen ihres Teams: „Ihr seid Vorbilder für unsere Jugendlichen.“
Befördert wurden während der Hauptversammlung:
Medler, Melanie Brandmeisterin
Günkel, Jens Brandmeister
Kochwasser Marco Brandmeister
Botzet, Jascha Oberbrandmeister
Kramm, Heiko Oberbrandmeister
Krug, Peter Oberbrandmeister
Vogler, Adrian Hauptbrandmeister
Geehrt wurden für 25 Jahre aktiven und pflichttreuen Feuerwehrdienst:
Engel, Christian
Helfrich, Ralf
Kramm, Heiko
Lehmann, Patrick
Mathes, Stefanie
Reinhard-Johannes, Peter
Für 40 Jahre aktiven und pflichttreuen Feuerwehrdienst:
Günder, Karl-Josef
Schädel, Ralf
Schneider, Guido-Peter
Stüß, Gerhard
Thiemann, Stefan
Wahler, Dirk
Für 50 Jahre aktiven und pflichttreuen Feuerwehrdienst:
Assenmacher, Gerhard
Balzer, Gerhard
Götz, Manfred
Krug, Peter
Stelzig, Udo
